Samstag, 13. Juni 2026

Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume? - Reisetagebuch Blaue Villa Pfalz im Leininger Land, 13.-24.06.2026

Weisenheimer Hütte Blaue Villa Pfalz bei Bobenheim am Berg Bobenheim, Dackenheim, Frankenthal, BASF, Odenwald
 
Dreimal ist im Rheinland Tradition. Wir sind bereits zum vierten Mal in der Blauen Villa Pfalz oberhalb von Bobenheim am Berg im Leiningerland am nordöstlichen Rand des Pfälzerwalds. Über Aufenthalte in Vorjahren berichten die Posts
Da sich Aktivitäten wiederholen, haben wir vom Aufenthalt 2025 keine Informationen gepostet. In diesem Jahr beschränken wir Berichte auf Kurzformen und auf bemerkenswerte neue Aktivitäten oder Gedanken.
 
 
23.06.2026: Die Würfel sind gefallen 
 
BLaue Villa Pfalz Terrasse BLaue Villa Pfalz Terrasse BLaue Villa Pfalz
 
Durchaus mit Wehmut haben wir uns in Anbetracht der Hitzewelle entschlossen, uns von diesem schönen Platz nicht erst am Samstag, sondern morgen zu verabschieden. Ob das eine kluge Entscheidung ist, muss sich erst noch zeigen. In Köln ist es vielleicht sogar noch etwas heißer als hier. Aber wir erwarten, uns in der heimischen Umgebung beweglicher und flexibler verhalten zu können und auch mehr Fluchtwege zu finden.
 
 
22.06.2026: Hitzefrei?
 
Als Schüler haben wir im Sommer stets auf „Hitzefrei" gehofft und waren glücklich, wenn Unterricht wegen „Hitzefrei“ ausfiel. An der besuchten Schule war ein Thermometer im Schatten eines Fensters gegenüber dem Lehrerzimmer maßgeblich. Wenn das Thermometer um 10:00 Uhr mindestens 25 Grad zeigte, gab es um 12:00 Uhr „Hitzefrei". Lehrer haben manchmal gestöhnt, weil sie ihr Unterrichtsprogramm gefährdet sahen. Als Schüler sind wir aus der Schule auf möglichst kurzem Weg meistens ins Freibad gestürzt. Da wir uns viele Stunden im Freibad aufhielten, haben wir von zu Hause belegte Brote und eine Trinkflasche mit Zitronentee mitgenommen. Der Eintrittspreis betrug für Schüler 20 Pfennig. Wir waren zwar immer klamm und die Eltern waren nicht großzügig mit Taschengeld, aber 20 Pfennig waren meistens keine Hürde. Notfalls haben wir uns in der Clique gegenseitig mit Geld ausgeholfen, das natürlich nicht geschenkt war. Zuletzt betrug das Taschengeld 20 DM pro Monat. Mit Geschenken, Gefälligkeiten für die Nachbarschaft und Nachhilfeunterricht ließ sich das Taschengeld aufbessern. Mithilfe zu Hause war eine Selbstverständlichkeit, die nicht extra honoriert wurde. Wenn Oma mich zum Gießen mehrerer Gräber mit dem Fahrrad zum mehrere Kilometer entfernten Friedhof in Aldenrade schickte, honorierte sie diese 2-3 Stunden dauernde Tätigkeit mit 50 Pfennig. Bei Hitzewellen durfte ich täglich zum Friedhof radeln. Das waren wir Verstorbenen schuldig. Das Einkellern von einer Tonne Kohle oder Koks per Schaufel, Eimer, Rutsche wurde von Oma und der Nachbarschaft mit ebenfalls 50 Pfennig honoriert. Das Einkellern von Kohle oder Koks für die Familie zählte zu den Selbstverständlichkeiten.
 
Ohne Geld war Schwimmen im Rhein-Herne-Kanal und den Flüssen Lippe, Ruhr, Rhein möglich. Erlaubt war das nicht, weil Wasserstraßen wegen Schiffsverkehr und der Rhein wegen unberechenbarer Strömungen nicht ungefährlich sind, aber es wurde geduldet. Über Wasserqualität haben wir uns keinen Kopf gemacht. Vor allem im relativ engen Rhein-Herne-Kanal bereitete uns Vergnügen, auf tief im Wasser liegende Frachtschiffe zu klettern und mitzufahren, bis ein entgegenkommendes Frachtschiff mit ausreichendem Tiefgang die Rückfahrt erlaubte. Das war auch ein Glücksspiel, weil wir nicht wussten, wann ein geeignetes Schiff entgegenkommt. Manche Fahrten waren länger als gewünscht. Dieses und anderes Verhalten durften die Eltern natürlich nicht erfahren. Risiken war nicht allzu hoch und konnten in Kauf genommen werden. In der Gegenwart sieht das anders aus, wenn Eltern ihre Kinder mit Hilfe von Technik tracken.

Erinnerungen an diese Erlebnisse der Jugendzeit sind positiv besetzt. Besondere Hitzeprobleme hat die Erinnerung nicht gespeichert. Das hat sich geändert. Hitze belastet uns. Wir leiden. 25 Grad sind geradezu lächerlich. Bereits um 6:00 Uhr haben wir mehr als 25 Grad. Heute Morgen waren es um 6:00 Uhr 26,5 Grad. Um 10:00 Uhr zeigt das Thermometer 31 Grad und es steigt weiter. Wenn die gleichen Maßstäbe wie vor ca. 60 Jahren gelten würden, könnte Schule wochenlang kaum oder nur sehr eingeschränkt stattfinden. Das kann niemand wollen. Aber wie ist Schule in Gebäuden möglich, in denen Aufenthalt in Hitzeperioden unerträglich wird? Geändert haben sich auch Eintrittspreise öffentlicher Bäder. In Köln liegen sie für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren um 4,00 €; Erwachsene zahlen 5,30 € bis 7,40 € (Kölnbäder Preise). Eine Woche Schwimmbad kostet bereits für Jugendliche fast 30 €. Wie ergeht es erst Familien mit mehreren Kindern, von denen sich längst nicht alle Familien solche Ausgaben leisten können und die schon gar keinen eigenen Garten mit Pool haben? Ist das als neues Normal akzeptabel?

Vor einigen Generationen mussten Menschen oft frieren, weil Häuser zugig und nur eingeschränkt zu beheizen waren. In Wintermonaten legten sich Menschen ohne Wärmeflasche nicht ins Bett. Auch außerhalb von Betten waren Wärmflaschen im Winter unverzichtbar. Wenn keine Wärmeflaschen zur Verfügung standen oder sie nicht für alle Familienmitglieder ausreichten, wurden auch Ziegelsteine aufgeheizt und in Handtücher gewickelt. Aufenthalte in meistens kalten Wohnungen waren nicht nur Vergnügen. Kalte Wohnungen begünstigten Krankheiten, aber auch Kinderreichtum, weil sich Menschen in Betten mit Körperkontakten wärmten und gemeinsame Bewegung den Wärmeeffekt verbessert. 
 
Im Haus zu bleiben, ist nicht unbedingt attraktiver. Inzwischen sind unsere Häuser für den Erhalt von Wärme optimiert, was sich möglicherweise auch auf fallende Geburtenraten auswirkt. Allerdings sind mögliche Zusammenhänge bisher nicht empirisch untersucht, soweit ich das weiß. Anders als z.B. in NT, Australien, wo Häuser für tropische Bedingungen optimiert sind, kommen unsere Häuser mit Hitzeperioden meistens schlecht zurecht, schon gar nicht ältere Häuser. Prinzipiell wäre es möglich, Häuser anstatt mit Klimaanlage mit Wärmepumpen per Umkehrbetrieb zu kühlen. Voraussetzungen erfordern jedoch erhebliche Investitionen und techinsch ist einiges zu beachten.
 
Wie gehen wir jetzt damit um? Es wird ja nicht besser, sondern eher schwieriger. Perspektiven des Klimawandels lassen keine Verbesserungen, sondern Zunahme von Klimaextremen inkl. Unwettern erwarten. Klimatisierte Innenräume sind nur in der Geschäftswelt Standard, zunehmend in Rechenzentren, mitunter auch in Verwaltungen sowie darüber hinaus in Luxushäusern, also dort, wo Vermögen erzeugt, angehäuft und verwaltet wird. Dass Klimatisierung zu Klimaveränderungen beiträgt, scheint dort keine Rolle zu spielen. Was ist mit dem großen Rest der Welt? In Deutschland zählen 94,4 % aller Menschen zur Klasse nicht-vermögender Menschen. Von dieser Majorität gelten 20 % als armutsgefährdet bzw. 27 % als von sozialer Ausgrenzung gefährdet (Post: Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Superreichtum vs. Anteil von Armut). Darf die Majorität Klimatisierung nur unter Bedingungen von Konsum genießen? Müssen Menschen außerhalb von Konsumtempeln und von technischen Infrastrukturen leiden, um Klimawandel zu bremsen und begüterten Menschen Komfort zu ermöglichen?
 
Kollektiv gibt es aus Hitzefallen derzeit keinen Königsweg des Entkommens. Selbst wenn politischer Wille vorhanden ist, benötigt Kulturwandel städtebaulicher Architekturen zur Umsetzung Jahrzehnte. 1933 postulierte das städtebauliche Architekturprogramm der Charta von Athen die autogerechte Stadt durch räumliche Funktionstrennung. Maßgeblichen Anteil an dem Programm hatte der französische Architekt Le Corbusier. Obwohl Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs den Prozess beschleunigt haben, hat es mehr als zwei Jahrzehnte gedauert, um Großstädte autogerecht umzugestalten (Deutschlandfunk: Charta von Athen. Für eine autogerechte Stadt). Mehr als 50 Jahre hat es gedauert, bis auch die Politik verstanden hat, dass der Umbau ein Irrweg war. Im Ergebnis stellte sich heraus, dass Innenstädte veröden, Schlafstädte verwahrlosen, Verkehrsaufkommen unbeherrschbar wird, Menschen viel Lebenszeit in Staus und auf Parkplatzsuche verlieren, Emissionen des motorisierten Verkehrs Umwelt, Klima und Gesundheit schädigen. Onlinehandel widerlegte das Konzept zusätzlich. Eingekauft wird am Computer. 
 
Aktuell erleben wir den Umbau von autogerechten zu menschengerechten Städten in kaum wahrnehmbarer Geschwindigkeit. Ergebnisse werden wir nicht mehr erleben. Selbst dort, wo Ziele in beauftragten Projekten realisiert werden, konkurrieren Fortschritte und Rückschritte ausdauernd mit Beharrungskräften, organisatorischer Inkompetenz, veränderten Rahmenbedingungen, politischer Ignoranz. Aktuelle Beispiele sind der Flughafen BER, der Bahnhof Stuttgart 21, das Kölner Opernhaus, die Deutsche Bahn, das Deutsche Autobahnnetz usw. Wenn solche Projekte mit absurden Zusatzkosten ein Ende finden, haben sich Rahmenbedingungen längst verändert und ist die verwendete Technik bereits veraltet. Nur privatwirtschaftlich organisierte Großprojekte gelingen mitunter, aber längst nicht immer. Dagegen beginnen öffentliche Großprojekte stets mit großen Verzögerungen und enden irgendwann mit noch größeren Verzögerungen, aber nie in Time and Budget, sondern mit Streit über Verantwortung für Konfusion und Desaster. Eigene Bewertungen sind zugegeben undifferenziert bzw. grob pauschal mediengetrieben. 
 
Zurück zur Hitzewelle. Es ist zu befürchten, dass die aktuelle Hitzewelle lediglich ein Vorspiel des Klimawandels darstellt und der große Auftritt erst noch bevorsteht. Praktikable Ideen und Vorschläge für problemgerechte Veränderungen sind nur in individuellen Lebensumgebungen zu realisieren in Form von Isolierungen, Klimatisierung, größeren Kühlschränken, veränderter Heiztechnik etc. Das sind passive Maßnahmen, die lediglich das individuelle Wohlgefühl verbessern, aber an Ursachen der Erwärmung nichts oder nur wenig ändern. Wie sieht es im öffentlichen Raum aus? Retten uns jetzt Elektromobilität und schattige Plätze? Wohl kaum. Das marktwirtschaftliche Modell des politischen Systems verlangt ökonomische Effizienz und verhindert Lösungen an Wurzeln von Ursachen, wenn sie ökonomischen Zielen im Weg stehen. Muss oder sollte ich mich jetzt erregen? Ich habe dieses System nicht erfunden und kann es auch nicht verändern, aber wie so viele Menschen habe ich von diesem System profitiert. Darum befinden wir uns in ethischer Pflicht zur Übernahme von Verantwortung. Diese kann ich nur für eigenes Verhalten übernehmen und versuche, ihr gerecht zu werden. Zugegebenermaßen gelingt das nicht immer, aber es ist bereits viel gewonnen, wenn wir den kategorischen Imperativ als moralisches Prinzip anerkennen. Mich tröstet, diese Entwicklung nicht mehr lange ertragen zu müssen. Verantwortung für die Zukunft liegt primär in Händen jüngerer Generationen. 


21.06.2026: Gottesurteil oder Menschenwerk? - Lost in Translation!
 
Am Vormittag sind eine Wanderung zum Bismarckturm sowie eine Einkehr in der Hütte in der Weilach geplant. Dafür beenden wir die Nachtruhe um 6:00 Uhr, obwohl es jetzt endlich etwas kühler wird und wir gerne länger schlafen würden. Gegen 7:30 Uhr setzt leichter Regen ein, der uns nicht stört. Wir begrüßen ihn sogar, weil Regen etwas Abkühlung bringt. Um kurz vor 8:00 Uhr stehen wir im Regen abfahrbereit am Auto, als sich ein Gewitter nähert. Da Gewitter für Wanderungen ein No-Go sind, brechen wir unser Vorhaben ab. Nach ca. einer Stunde ist das Gewitter abgezogen. Inzwischen ist es wieder sonnig und bereits viel zu warm, um jetzt noch zu einer Wanderung aufzubrechen.
 
Laut Wetterprognose wird es in den nächsten Tagen nicht besser. Im Gegenteil werden zur Wochenmitte bis zu 38 Grad erwartet. Bei diesen Verhältnissen sind wir zur falschen Zeit am richtigen Ort. Jetzt denken wir darüber nach, was zu tun ist. Es ergibt wenig Sinn, bis zum geplanten Abreisetermin 27.06. weiter auszuharren. Zu Hause in Köln ist es zwar nicht kühler, aber wir wären etwas flexibler als hier. Erträglicher ist es derzeit nur an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern und im Hochgebirge. Unvorbereitet und kurzfristig scheiden beide Optionen für uns aus. Aktuell befinden wir uns ratlos in Zwischenwelten und warten auf Eingebungen.
 
Leiden des Sysiphos
 
In der griechischen Mythologie trickst Sysiphos mehrere Götter listig aus, aber er bleibt nicht unbestraft und muss in der Unterwelt auf einem steilen Hang einen Felsblock hinaufrollen. Kurz vor dem Gipfel entgleitet der Felsblock, sodass Sysiphos immer wieder neu beginnen muss. 
 
So ähnlich ist das heute. Vor ca. 2 Wochen habe ich begonnen, digitalisierte historische Fotos von Gipfeltouren zu überarbeiten. Zuletzt gesichert habe ich diese Arbeit am 10.06.2026. Das System meldet einen mit einfachen Mitteln nicht reparierbaren Fehler des externen Datenträgers des Fotokatalogs (eine 2 TB SSD). Der Datenträger kann nach einigem Hin und Her schließlich gerettet werden, er muss jedoch neu initialisiert werden, sodass Daten nicht mehr zur Verfügung stehen. Mit forensischen Methoden käme man zwar noch an die Daten, aber das ist für diesen Zweck keine relevante Option. Nach Reparatur des Datenträgers kann der Inhalt vom 10.06.2026 wiederhergestellt werden. Arbeit der letzten 10 Tage ist verloren. Nun rollt der Stein wieder bergauf. 
 
Dummheit stirbt nicht aus. Aufgrund beruflicher Erfahrung ist bekannt, dass Daten wegen fehleranfälliger Technik zu schützen sind und Datensicherungen essenzielle Bedeutung haben. Jahrelange Problemfreiheit provoziert jedoch Fahrlässigkeit. Schluss damit, ab jetzt wird wieder täglich gesichert.  
 
 
20.06.2026: Ausflug zum Odenwald zu Geheimnissen der Steine im Geopark Felsenmeer - Fotoserie
 
Weg vom Informationszentrum Geopark Felsenmeer zum Hauptfelsenstrom am Felsberg Picknickplatz am Hauptfelsenstrom Blöcke aus Quarzdiorit im Hauptfelsenstrom
 
Wegen der anhaltenden Hitzewelle starten wir bereits um 7:45 Uhr unseren Ausflug zum Felsenmeer Lauterbach im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald (ca. 50 km, 0:45 Std. Fahrzeit). Seit 2002 ist der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald UNESCO Geopark und seit 2004 europäischer und globaler Geopark. Die Entstehung des Geoparks resultiert aus dem Zusammenwirken zahlreicher Kräfte, bei der Kontinentaldrift und Plattentektonik Hauptrollen spielen. Während über die Kontinentaldrift wissenschaftlicher Konsens besteht, werden Ursachen antreibender Kräfte der Plattentektonik bis heute strittig diskutiert. Highlight des Geoparks sind aus rundlichen Gesteinsblöcken bestehende Felsenmeere an einem Berghang des Felsbergs oberhalb von Lautertal-Reichenbach. Im zweiten bis vierten Jahrhundert nutzten Römer diese Felsenmeere als Steinbruch für Steingewinnung. Mehr als 300 Werkstücke weisen Spuren römischer Steinbearbeitung auf (römische Steinbearbeitung). Mit Aufmerksamkeit sind an Wanderwegen mehrere unfertige und beschädigte Werkstücke der Römerzeit zu sehen. Unseren Rundgang im Geopark beschreibt der Post Wanderung zur Geschichte und zu Geheimnissen der Gesteine im Felsenmeer bei Lautertal (Odenwald).
 
Sektmanafuktur Griesel & Compagnie in Bensheim Die Route zum Geopark führt durch Bensheim. Auf dem Rückweg zur Blauen Villa besuchen wir die Sektmanafaktur Griesel & Compagnie, die trotz ihres noch jungen Alters in der Fachwelt mit der Qualität ihrer Produkte Aufsehen erregt. Griesel wurde bereits mehrmals als Sekterzeuger des Jahres ausgezeichnet. Kennengelernt haben wir Griesel-Sekt im Rahmen des Dinners im Restaurant Esplanade auf unserer Hochzeitstag-Kurzeise nach Saarbrücken.
Kurz nach 12:00 Uhr sind wir zurück in der Blauen Villa und erholen uns mit einem Mittagsschlaf. Trotz 31 Grad im Apartment gelingt das erstaunlich gut. 
 
 
 
 
19.06.2026: Tribut der Hitzewelle - Fotoserie
 
Panorama-Pfalzblick bei Deidesheim in Richtung Rheintal und Odenwald
Panorama-Pfalzblick bei Deidesheim in Richtung Rheintal und Odenwald

Spargelgericht zum DinnerDeidesheimer Hütte Für heute und die gesamte nächste Woche sind 37 Grad angekündigt, die sich heute auch tatsächlich einstellen. Aber wir geben nicht kampflos auf, weil uns Untätigkeit nicht gefällt. Um 8:00 Uhr starten wir zur Wanderung bei Deidesheim, die zum Ende über die Deidesheimer Hütte im Mühltal führt. Am Wanderparkplatz Mühltal herrschen um diese Zeit bereits 25 Grad. Den Pfalzblick nehmen wir noch mit. Dann ändern wir unseren Plan. Wir gehen lediglich ca. 1 km im Mühltal bis zur Hütte, die noch geschlossen ist und erst um 11:00 Uhr öffnet. Nach kurzer Rast kehren wir auf gleichem Weg zurück zum Parkplatz. Auf dem Rückweg zur Blauen Villa erledigen wir Einkäufe und holen nach Rückkehr am Morgen abgebrochenen Schlaf nach. 
Die Spargelsaison endet offiziell zwar erst am 24.06.2026, aber für uns endet sie heute mit Spargel und Erdbeeren vom Spargelhof Zein
 
 
18.06.2026: Je älter man wird, desto mehr lässt die Belastbarkeit nach. - Chillen 2 
 
Heute heißt unser Programm „Schonung“. Die gestrige Wanderung war moderat, aber wir verspüren Erholungsbedarf. Zusätzlich bremst uns die inzwischen eingetroffene Hitzewelle. Laut Wetterportal erreichen wir ab Freitag über voraussichtlich die gesamt nächste Woche Temperaturen von 32 bis 37 Grad. Die Blaue Villa liegt ca. 100 m über dem Tal sowie am Rand des Pfälzerwalds und dürfte ein wenig kühler sein, aber sie ist noch immer mehr als warm genug. Entlastung verschaffen ein von zu Hause mitgeführter Tischventilator und ein von Helma gestifteter Handventilator. Das Programm der nächsten Tage werden wir auf Vormittage beschränken.
 
Trotz Hitze ist der Kopf nicht untätig. Die Frau liest mit großem Interesse Harald Jähners Monografie Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 - 1955. Der Mann befasst sich mit drei Themen:
  • Der gestrige Eintrag zum beobachteten Medienverhalten Jugendlicher erfährt heute fundierte Ergänzungen aus empirischen Studien. 
  • Ergebnisse von vor einiger Zeit digitalisierten Dias von Bergtouren des Zeitraums 1988 bis 2000 fallen mit zur Verfügung stehenden Bordmitteln bescheiden aus und erfordern Nachbearbeitung. (Bearbeitete Fotos gehen erst nach Abschluss des Projektes online.)
  • Über den Umgang deutscher Politik der Nachkriegszeit mit der NS-Zeit informiert der Neuzeithistoriker Norbert Frei aus Sicht historischer Forschung mit seiner Monografie "Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit". Diese Lektüre liest man besser in kleinen Portionen und lässt diese langsam sacken. Analysen zur Vergangenheitspolitik erzeugen nämlich keine gute Laune und können eher Depressionen wecken.

 
17.06.2026: Je langsamer man sich bewegt, desto mehr sieht man. - Gipfelglück an der Hohen Loog im Pfälzerwald - Fotoserie
 
Felsbrocken mit gravierten Hausmarken am Wanderweg Rastplatz Stinerner Tisch am Bildbaum Buntsandsteinfelsen auf dem Gipfel Hohe Loog, 619 m
 
Die angekündigte Hitzewelle zeigt sich heute noch wanderfreundlich. Ab morgen stellen wir uns auf bis zu 37 Grad ein. Das Hohe-Loog-Haus bei Hambach ist mit seiner Umgebung für uns die Hütte der Hütten im Pfälzerwald. Außerhalb der Ferienzeit ist das Hohe-Loog-Haus mittwochs und an Wochenenden geöffnet. Da mittwochs Senioren dominieren, können wir uns unauffällig einreihen. Den Gipfel der Hohen Loog und die gleich darunter liegende Hütte erreichen wir ab dem Wanderparkplatz Hahnenschritt an der Kalmitstraße nach einstündiger Wanderung. Am Steinernen Tisch ermahnt uns Günter Eich mit einer Zeile seines Gedichts Ende eines Sommers: Wer möchte leben ohne den Trost der Bäume!  
 
Naiv ist der Umgebung ihre geologische Geschichte nicht anzusehen. An der Oberfläche sichtbare Buntsandsteine haben sich als Sedimente vor ca. 250 Millionen Jahren abgelagert (Wikipedia: Entwicklungsgeschichte Pfälzerwald). Geologische Kräfte von Plattentektonik verursachten vor ca. 35 Millionen Jahren einsetzende und bis heute anhaltende Aufwölbungen der deutlich jüngeren Alpen. Zugspannungen dieser Kräfte hoben die Region des Pfälzerwalds um ca. 1000 m an und machten Buntsandstein mithilfe von Erosion an der Oberfläche sichtbar.
 
Außenterrasse am Hohe-Loog-Haus Rast am Hohe-Loog-Haus Kalmitbllick (674 m) am Hohe-Loog-Haus
 
Am Hohe-Loog-Haus treffen wir heute nicht nur auf Senioren, sondern auch auf mit Smartphones beschäftigte und Unruhe verbreitende Ragazzi in Klassenverbänden mit Lehrern. Pubertierende Mädchen und noch nicht pubertierende Jungs bevorzugen auf der Außenterrasse Tische mit maximalem Abstand. Wir wählen einen Tisch nahe der Jungs und beobachten deren Verhalten. Für die Umgebung haben die Jungs keinen Blick. Sie sorgen sich um den Stand von Akkus ihrer Smartphones. Da Kapazität von Powerbanks nicht zu reichen scheint, begeben sich einige von ihnen auf Suche nach Stromanschlüssen. Unsere Beobachtungen erzeugen Empfindungen großer Distanzen zwischen Generationen. Zukunft, zu der wir als Auslaufmodelle schon lange nicht mehr zählen, gehört der Jugend. Um deren Zukunft beneiden wir sie nicht.
 
Die SZ berichtet am 17.06.2026 im Artikel Offline als Challenge über eine Mediensuchtstudie der Universitätsklinik Hamburg in Zusammenarbeit mit der DAK (Zwischen Fortnite, TikTok und ChatGPT: Mediennutzung, Risiken und neue Nutzungstrends bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland). Laut dieser Studie nimmt dieses Suchtverhalten stark zu. Aktuell nutzen weit mehr als eine Million der rund 6,2 Millionen Zehn- bis 17-Jährigen in Deutschland digitale Medien riskant oder pathologisch. Problematische Nutzungen verteilen sich auf soziale Medien (28,1 %), stundenlanger Konsum von Onlinevideos (25,4 %) und Gaming (11,1 %), wobei sich problematische Nutzungsmuster überschneiden. 6,6 % der Jugendlichen erfüllen Kriterien einer krankhaften Mediennutzung. 
 
Genannte Zahlen berücksichtigen nicht durch Influencer und algorithmische Werbung gesteuerte Shoppingsucht. Zitat aus einer Pressemitteilung der DAK vom 15.06.2026 (So beeinflussen Influencer das Online-Shopping von Jugendlichen):
"40,4 Prozent der Jungen und Mädchen zwischen 10 und 17 Jahren geben an, durch Influencer auf Produkte aufmerksam gemacht zu werden, die sie später kaufen. 47,2 Prozent lassen sich durch soziale Medien beeinflussen. Monatlich geben dabei 12,2 Prozent der Kinder und Jugendlichen durchschnittlich 51 bis 100 Euro beim Online-Kauf aus – also bis zu 1.200 Euro jährlich. Ein Drittel (32,1 Prozent) kauft für 10 bis 20 Euro monatlich online ein, bei rund einem Viertel (26,3 Prozent) liegt der Betrag zwischen 21 und 50 Euro. Lifestyle- und Trendprodukte stehen dabei im Fokus. Besonders gefragt sind Kleidung, Schuhe und Accessoires (66,9 Prozent), Elektronikprodukte (43,6 Prozent), Medien- und Unterhaltungsangebote (31,2 Prozent) sowie Beauty- und Pflegeprodukte (29,7 Prozent)." 
Inzwischen ist die Politik aufgewacht und will das Problem einhegen. Aber wie ist das möglich, solange Eltern dieser Kinder nicht mitziehen und teilweise selbst mediensüchtig sind? Laut einer Studie der Hochschule Makromedia ist das Medienverhalten von 15 % aller Erwachsenen problematisch oder pathologisch. In der Altersgruppe bis 44 Jahre (typische Elterngeneration aktueller Jugendlicher) sind das sogar 25 %. 
 
Bezüglich Medienverhalten unterschieden sich Jungen und Mächen wenig. Anders schaut es bei schulischen Leistungen aus. Mit Unterschieden befasst sich der Soziologe Boris Holzer in einem Artikel der FAZ: Warum Jungen bei Schulnoten benachteiligt werden. Jungs sind nicht dummer als Mädchen, aber Schule fördert Kompetenzen, die Mädchen Vorteile verschafft. Das bedeutet: Schieflagen von Bewertungen produziert das Bildungssystem. Das ist kein Zufall. Noten machen Unterschiede sichtbar. Aber warum ist das so? Schule belohnt nur scheinbar objektive individuelle Leistungen. Tatsächlich belohnt sie Anpassungen an kulturelle Fähigkeiten, die dem sozialen System und der Mittelschicht als Träger des Systems zu Stabilität und Dauerhaftigkeit verhelfen und darum politisch gefördert werden. Zu diesen Fähigkeiten zählen Sprachkompetenz, Anpassungsfähigkeit, Selbstkontrolle, in denen Mädchen Vorteile haben. 

Jetzt kann man natürlich fragen, weshalb Mädchen diese Fähigkeiten kulturell stärker entwickelt haben. Die Hypothese, dass es sich um geschlechtsspezifisch korrelierende funktionale Fähigkeiten handelt, die dem Systemerhalt dienen, ist analytisch schwer zu überprüfen. Untersuchungen müssten weit ausholen. Sie würden keinen Systeminteressen dienen, aber in Zeiten knapper Forschungsmittel viel Geld kosten. Dominante Interessen und Finanzmittel verhindern Untersuchungen solcher Fragen. 
 
 
16.06.2026: Unser tägliches Brot gib uns heute. - Ausflug nach Weinheim 
 
Bevor uns morgen die angekündigte Hitzewelle erreicht, unternehmen wir heute bei wechselhaftem Wetter einen Ausflug nach Weinheim. Weinheim liegt im Nordwesten von Baden-Württemberg am östlichen Rand des Odenwalds in knapp 50 km Entfernung von der Blauen Villa und ist über Autobahnen leicht erreichbar. 
 
 
Besuch der Brotmanufaktor Michael Kress in Weinheim - Fotoserie
 
Michael Kress, Brot und Handwerk, Weinheim Traditionsbrot, Parisette, Steinofenbrötchen Rharbarberkuchen
 
Die Anregung zu diesem Ausflug verdanken wir dem Tag des Deutschen Brotes am 5. Mai 2026. Zu diesem Anlass veröffentlichte die FAZ ein Interview mit dem Brot-Sommelier Michael Kress: "Von der Lagerung im Kühlschrank bin ich ein absoluter Gegner."  Weltweit gibt es 281 zertifizierte Brot-Sommeliers. Darunter hat Deutschland einen Anteil von 240 - 250 (Deutsches Brotinstitut: Geprüfter Brot-Sommelier / geprüfte Brot-Sommelière). Michael Kress ist nicht nur Brot-Sommelier, sondern Weltmeister der erstmals 2025 ausgetragenen Brot-Sommelier-Weltmeisterschaft (Deutsche Handwerks-Zeitung: Weltbester Brot-Sommelier kommt aus Deutschland). Es kommt noch besser: Michael Kress betreibt in Weinheim die Brotmanufaktur Brot und Handwerk, die wir heute besuchen. Der Verkaufsshop ist ein rein funktional gestaltetes Anhängsel der Brotmanufaktur, in die Kunden durch große Fenster blicken. Auf Fotos verzichten wir, weil sie in dieser Umgebung aus rechtlichen Gründen nur mit Einwilligung von Personen möglich sind.
 
Im Shop der Brotmanufaktur erstehen wir 4 Produkte, die wir nach Rückkehr zur Blauen Villa verkosten. Aufgrund qualitativ hochwertiger Angebote in der heimischen Umgebung sind wir verwöhnte Brotesser und vergleichen mit strengen Maßstäben.
  • Flagship der Brotmanufaktur ist das Traditionsbrot, ein Sauerteigbrot aus Bio Roggenmehl und Bio Weizenmehl. Wir kaufen 1/4 Brot und sind von der Qualität absolut überzeugt.
  • Das Parisette aus französischem Weizenmehl und Weizensauerteig vergleichen wir mit dem Baguette der Kölner Bäckerei Prôt. Geschmacklich fallen beide Brote ähnlich aus, aber wir ziehen das luftigere Baguette dem kompakteren Parisette vor.
  • Rustikale Steinofenbrötchen aus französischem Weizenmehl und Weizensauerteig überzeugen geschmacklich, aber die Textur gefällt uns nicht. Wir vermissen knackige Frische.
  • Der Rhabarber-Blechkuchen begeistert uns.  
 
Rundgang in der Altstadt Weinheim - Fotoserie 
 
Marktplatz Altstadt Weinheim, Wachenburg im Hintergrund Marktplatz Altstadt Weinheim Ehemaliges Gerberhaus Altes Rathaus Weinheim, 16. Jh. (Tourismusinformation) Judengasse im Gerberbachviertel, Wachenburg auf dem Wachenberg Ulner Kapelle, ehemaliges Armen- und Altenspital Gerberbachviertel
 
Weinheim hat neben einer Brotmanufaktur eine sehenswerte Altstadt, in der wir einen Rundgang unternehmen. Darüber hinaus ist Weinheim keine Stadt, die man gesehen haben sollte. Das Zentrum der Altstadt bildet der Marktplatz, an dem wir die Tourismusinformation im ehemaligen alten Rathaus finden und sonst nur auf gastronomische Einrichtungen treffen. Die Tourismusinformation ist aktuell nur Mittwoch bis Freitag von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr geöffnet. Vor der Tür finden wir in einem Ständer Informationsmaterial für einen Rundgang in der Altstadt.
 
Besonders sehenswert ist das Gerberbachviertel am Grundelbach, ein restauriertes mittelalterliches Handwerkerviertel der ehemaligen Gerber. Ein mit grünen Pfeilschildern markierter Fußweg leitet uns durch Gassen des Viertels, in denen sich auch das jüdische Viertel befand. Wie in allen deutschen Städten ist die Geschichte der Juden auch in Weinheim ein dunkles Kapitel. Um Licht bemüht sich das Stadtarchiv Weinheim mit dem Projekt Jüdische Spuren in Weinheim.
 
 
15.06.2026: Chillen 
 
Heute bleiben wir im und am Haus. Am Vormittag breiten wir zunächst unsere Yogamatten für das seit Jahren praktizierte Gymnastikprogramm aus und vertiefen uns anschließend in mitgeführte Reiseliteratur. Die Frau liest Harald Jähners Monografie Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 - 1955. Der Mann liest die Essays Deutscher Herbst, mit denen der schwedische Schriftsteller Stig Dagerman für schwedische Tageszeitungen als Journalist über die unmittelbare Nachkriegssituation aus Deutschland berichtete. Der Deutschlandfunk überschreibt die Buchbesprechung mit dem Titel Empathie und kaltes Grauen.  
 
Die Bücher ergänzen sich. Jähner beschreibt die Nachkriegssituation aus einer Metaperspektive. Dagermans Essays vermitteln Geschichte von unten aus der individuellen Perspektive unmittelbar Betroffener. Beide Autoren berichten über eine bedrückende Stimmungslage sprachloser Uneinsichtigkeit, die wir als Kriegsenkel deutlich verspürten, aber als Kinder nicht thematisieren und auch nicht verstehen konnten. In den 1950er Jahren habe ich Hass und Aversionen gegen als Polaken bezeichnete Flüchtlinge und Vertriebene aus dem ehemaligen deutschen Osten selbst erlebt. Jetzt beginne ich, diesen Hass und eine bis heute konservierte gegenseitige Hassliebe von Menschen im Osten und im Westen als Verlust des ethischen Kompass zu verstehen, dessen Suche bisher weitgehend gescheitert ist. 
 
Vorspeise Hauptgericht Dessert
 
Für unser Dinner halten wir den Ball heute flach und verarbeiten Reste der letzten Tage. Die Portion des Hauptgerichts ist üppig, aber bekanntlich macht Nichtstun hungrig und wir schaffen Platz für Neues.
 
 
14.06.2026: Wanderung zur Weisenheimer Hütte im Pfälzerwald - Fotoserie 
 
Burgunder Rastplatz am Bänkelweg Weisenheimer Hütte Rast an der Weisenheimer Hütte
 
Von unserem Standort in der Blauen Villa ist die Weisenheimer Hütte die nächstgelegene Hütte des Pfälzerwald Wandervereins. Bei jedem unserer Aufenthalte besuchen wir die Hütte auf unterschiedlichen Wanderrouten und haben regelmäßig wegen fehlender oder unverständlicher Markierungen Orientierungsprobleme. So ergeht es uns auch heute bei der Wanderung ab Weisenheim am Berg. Unterwegs treffen wir auf weitere ortsunkundige Wanderer mit den gleichen Problemen. Glücklicherweise sind einheimische Wanderer hilfsbereit, sodass wir die Hütte schließlich erreichen. Unproblematischer ist der Rückweg auf dem Bänkelweg im Langental.
 
 
13.06.2026: Ankunft in der Blauen Villa - Fotoserie
 
Pfälzer Tapasvorspeise mit grünem Spargel & Erdbeeren vom Hofladen Zain und Pfälzer Saumagen-Talern Bouef Bourguignon mit Gnocchi aus Kölner Küchenwerkstatt, Syrah 2023, Winzergenossenschaft Kallstadt Espresso und Kirschkuchen
 
Nach dreistündiger Autofahrt in entspannter Verkehrslage treffen wir um 12:00 Uhr an der Blauen Villa ein. Nach zwei kühlen und verregneten Wochen trifft mit uns der Sommer ein. Wir entladen nur kurz das Auto und machen uns sogleich für Besorgungen in der Umgebung auf dem Weg. Gesperrte Verbindungsstraßen zwischen Dörfern zwingen wie in jedem Jahr zu Umwegen. In den Winzergenossenschaften von Herxheim und Kallstadt decken wir uns mit Wein für unseren Aufenthalt ein. Den Hauptbedarf unseres ersten Küchenprogramms erhalten wir im Spargelhof Zein in Erpholzheim. Restlichen Bedarf decken wir bei EDEKA Stiegler in Freinsheim. Unser Dinner komponieren wir aus frisch erstandenen Produkten und von zu Hause mitgebrachten Resten als ein opulentes mehrgängiges Menü mit Weinbegleitung.
 

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