Posts mit dem Label et cetera werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label et cetera werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 30. Dezember 2011

Keep on moving - Reiseplanung für das Jahr 2012

Seit vielen Jahren freuen wir uns darauf, nach Erreichen des Ruhestands nicht zu rasten, sondern in den Grenzen unserer Möglichkeiten ohne jene zeitlichen Restriktionen zu reisen, die uns das Berufsleben bisher diktiert hat. Nun ist es soweit. Die Planung für das Jahr 2012, unser erstes vollständiges Ruhestandsjahr, ist inzwischen konkretisiert. Unsere Planung umfasst eine bunte Mischung von neuen mit bekannten Zielen, die Spielraum lässt für Abenteuer, ohne einige unsere bewährten Lieblingsorte zu vernachlässigen.

Als Ruheständler reisen wir nicht mit Erholungsmotivationen. Erholung haben wir nahezu täglich zu Hause. Es geht viel mehr um neue und den Alltag durchbrechende Erlebnisse und Erfahrungen. Für uns handelt es sich dabei um bedeutende Aspekte der Gestaltung von Lebensqualität. Dabei ist uns natürlich bewusst, dass Reisen ohne ausreichende Fitness bis zur Strapaze anstrengend sein können. Um Reiseerlebnisse in den von uns geplanten Dimensionen genießen zu können, bedarf es einer guten Fitness, von der wir auch jenseits aller Reisen vielfältig profitieren. Unser erweitertes Fitness-Programm ist angelaufen und wird uns über das Winterhalbjahr begleiten.

Unsere Haltung zu diesen Themen ist selbstverständlich höchst individuell, weshalb dieser Post als Information, bestenfalls auch als Anregung zu lesen ist, aber keine Vorgabe sein kann.

Montag, 19. Dezember 2011

Fontane, Einstein, Nazis, Stasi, Betrug, Suizid, Mord oder Unfall - das pralle Leben und der Pate vom Schwielowsee, Rama dama

Fontane-Denkmal am Resort Schwielowseee
'Der Schwielow ist gutmütig, so sagten wir; aber wie alle gutmütigen Naturen kann er heftig werden, plötzlich, beinahe unmotiviert, und dann ist er unberechenbar.' 
(Theodor Fontane, 'Wanderungen durch die Mark Brandenburg')

Kähne 

Du dämlicher Hund liegst blutend im Wald.
Ein preußischer Adliger machte dich kalt.
Zitternd stand dein Junge dabei –
Mensch, du warst Nummer 103!
Wälz dich im Dreck – aber mach keine Szene.
Auf dich schoß nicht schlecht
waidgerecht
Kähne.
(1. Strophe des Gedichts von 'Theobald Tiger', 1922)


Der Bericht unserer Wanderung um den Schwielowsee vom 19.12.2011 deutet an, dass wir im Kontext der Wanderung auf wüste Plots stoßen. Wir steigen hinab in den Sumpf aus menschlicher Gier, Eitelkeiten, Makel, Peinlichkeiten und Obsessionen, um die angekündigte Aufklärung hier nachzuliefern. Link zum Post der Wanderung um den Schwielowsee

Montag, 18. Oktober 2010

New England 2010: Friedhofskultur - soziologisch betrachtet

Vine Hill Cemetery, Plymouth, Massachusetts
In fremden Kulturräumen besuchen wir gerne Friedhöfe, weil wir dort einiges über die Lebenden und ihren Umgang mit ihren Toten erfahren können. Die Friedhöfe von Plymouth an der Küste sowie von Provincetown auf Cape Cod dürften zu den ältesten Friedhöhen der USA zählen. Sie gehen zurück auf die Bestattungen der ersten Siedler zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die alten Grabsteine sind noch erhalten, aber wegen ihrer Verwitterung ohne konservatorische Maßnahmen nicht lesbar. Eine klare Ordnung oder Ausrichtung, wie sie bei uns üblich ist und auf Soldatenfriedhöfen besonders prägnant ausfällt, ist bestenfalls zu ahnen. Zu erkennen sind jedoch Gruppen von Einzelgrabsteinen, deren Anordnung eine Zusammengehörigkeit andeutet.




Samstag, 16. Oktober 2010

New England 2010: Plymouth, MA - Pilgrims, Mayflower, The Rock und King Philip

Replik der Mayflower
Die Zimmerpreise am Wochenende haben uns davon abgehalten, von den White Mountains gleich nach Cape Cod zu fahren. Plymouth hat sich für eine Zwischen- übernachtung angeboten, weil Cape Cod "vor der Tür" liegt und die Stadt interessant zu sein verspricht.
Seriöse Forschungen amerikanischer Frühgeschichte streben wir in unserem Urlaub nicht an, aber ein wenig in der Geschichte der Kolonialisierung zu stöbern, reizt uns durchaus. Immerhin hat seit 1620 die Besiedlung New Englands hier ihren Ausgang genommen, weshalb hier auch einige tiefe Wurzeln der Geschichte der USA liegen. Die ersten Siedler haben mit dem Segelschiff "Mayflower" 1620 den Kontinent erreicht, weshalb die Mayflower als Symbol für den Aufbruch in eine neue Welt steht. Ein Nachbau dieses Schiffes liegt im Hafen von Plymouth und wird Touristen für 10 $ p.P. als "Museum" verkauft. Wir verzichten auf diese folkloristische Attraktion. Unser kurzer Aufenthalt in Plymouth ist auch eine Zeitreise in diese Geschichte, deren Interpretation selbstverständlich höchst subjektiv ist. Aber wie könnte das auch anders sein, wenn Erkenntnis auf Erfahrung beruht und Erfahrung die Verdichtung des Erlebten ist?

Freitag, 15. Oktober 2010

New England 2010: Appalachian Trail und Thru-Hiker

Das Non plus ultra aller Trails im Osten der USA ist der Appalachian Trail (AT), mit einer Länge von 3.440 km einer der weltweit längsten Fernwanderwege. Der AT beginnt in Springer Mountain, Georgia, zieht sich durch 14 Staaten der USA und endet am Mount Katahdin, Maine.
Thru-Hiker legen auf der Wanderung ihren bürgerlichen Namen ab und geben sich einen Trailnamen. Dahinter steckt mehr als ein Gag. Thru-Hiker verlassen für die Wanderschaft nicht nur ihr bürgerliches Leben. Es heißt von ihnen, dass sie auf ihrer Wanderung eine tiefe Selbsterfahrung und eine Metamorphose der eigenen Persönlichkeit erleben, die sie als eine andere Person ankommen lassen. Wir glauben das gerne und verneigen uns mit Ehrfurcht. Ein wenig Neid ist auch dabei.
Ein Trail dieser Dimension hat selbstverständlich eine gute Webseite: Appalachian Trail