Posts mit dem Label Argonauten in Spanien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Argonauten in Spanien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 18. Februar 2024

Reisen bildet: Reisetagebuch Eventreise 11.-17.02.2024: Kraniche, Geier & Co. in der Extremadura und in Andalusien

Gänsegeier im Nationalpark Monfragüe, Extremadura Kranichformation am Passo de Grullas, Puerto Mejoral, Extremadura Störche auf dem Peñas del Tesoro (Schatzfelsen), Los Barruecos, Extremadura
 
Unsere Spanienreisen haben wir bisher überwiegend als Kultur- und Wanderreisen in attraktiven Naturräumen individuell organisiert. Abnahme von Mobilität zwingt zu Veränderungen des Aktivitätenprofils. Vogelbeobachtung wird zu einer interessanten Option von Reiseaktivitäten und motiviert uns zu der in diesem Reisetagebuch beschriebenen Gruppenreise des Veranstalters Studiosus Reisen in das südliche Spanien. Die Reise kombiniert Aktivitäten der Vogelbeobachtungen mit Besichtigungen kultureller Sehenswürdigkeiten und leichten Wanderungen mit bis zu bis zu 2 Stunden Dauer, auf denen wir auch die Botanik der Landschaft kennenlernen.  - Fotoserie: Botanik im südwestlichen Spanien

Sonntag, 24. Juni 2018

Frühjahrsreise 2018 in den Süden, 12. Mai - 22. Juni 2018

Nach der Reise in den Norden entlang der Ostseeküste (Frühjahrsreise 2018 an die Ostsee, 8. April - 6. Mai 2018) führt die 6-wöchige aktuelle Reise in den Süden. Mit einer Zwischenetappe in Burgund kehren wir zurück in die Provence, die wir im letzten Herbst neu für uns entdeckt haben: Spätsommer in Südfrankreich (9.-24. September 2017) im Überblick. Nach einwöchigem Aufenthalt in der Provence setzen wir die Reise nach Westen fort. Vom Standort Pézenas in der Languedoc möchten wir über 2 Wochen alte Erinnerungen aus den Jahren 1973/4 auffrischen und neue Eindrücke hinzugewinnen. Anschließend unternehmen wir eine Parador-Rundreise in Spanien von Katalonien über Aragon nach Asturien und Kantabrien an der Atlantikküste. Die Rückreise führt uns mit Kurzetappen von je 2-3 Tagen entlang der Atlantikküste von Spanien nach Frankreich mit Standorten in Neu-Aquitanien, in der Bretagne und in der Normandie. (Unter "Weiterlesen" sind Übersichten der Etappen, Routen und Aktivitäten aufgeführt.)

Montag, 18. Juni 2018

Parador-Rundreise Katalonien, Aragon, Asturien, Kantabrien, 3. Juni - 16. Juni 2018, in Bildern und Berichten (finale Version 25.06.2018)

Castell de Cordona

Von der Provence und dem Languedoc in Südfrankreich (Posts: Reiseübersichten Provence und Languedoc) setzen wir unsere Frühjahrsreise in den Süden mit einer Parador-Rundreise über 5 Standorte in Spanien fort. Die nachfolgende Aufstellung zeigt eine Übersicht unserer Aktivitäten an den Standorten. Während wir uns in Spanien mit unbeständigem, regnerischem Wetter und kühlen Temperaturen arrangieren müssen, erlebt West-Europa einen vorgezogenen Sommer.

Freitag, 8. Juni 2018

Reise von Sos del Rey Católico, Aragon, nach Cangas de Onís, Asturien

Parador Cangas de Onis im ehemaligen Kloster San Pedro de VillanuevaHafen Castro Urdiales Von Sos del Rey Católico in Aragon reisen wir über Pamplona, Hauptstadt der Provinz Navarra, sowie über das Baskenland und Kantabrien nach Asturien. Pamplona bietet sich als Zwischenstopp für Besichtigungen an. Das Navigationssystem des Autos hat keinen Plan. In Pamplona leitet es uns im Kreis durch die verkehrstechnisch chaotisch organisierte Innenstadt (schlimmer als Köln!) und treibt uns an den Rand des Wahnsinns. Wir geben Pamplona auf, finden mit Mühe einen Ausweg aus der Falle und verlegen den Zwischenstopp nach Castro Urdiales in Kantabrien. Eine gute Entscheidung, stellen wir vor Ort in der historische Altsstadt am Hafen fest. Sonnenschein begleitet unseren Rundgang.
Auf der Weiterfahrt setzt Regen ein. Bei der Ankunft in Cangas de Onís regnet es in Strömen. Die Picos de Europa, die unsere Reise nach Asturien motivieren, sind weit und breit nicht zu sehen. Offensichtlich sind wir zum falschen Zeitpunkt am richtigen Ort. Doch das Blatt wendet sich am nächsten Tag.
Fotoserien: Castro Urdiales - Parador Cangas de OnísZimmer im Parador Cangas de OnísDinner im Parador Cangas de Onís

Dienstag, 4. Februar 2014

La Palma 2014: Übersicht unserer Wandertouren

Lage der Unterkunft und Übersicht der Regionen unserer Wandertouren
Unsere Reise zur 'Isla Bonita' ist vom 'Wanderglück' motiviert, das wir auf der Insel großzügig genießen. 'La Palma' ist nämlich ein Wanderparadies, weshalb Wanderer den größten Anteil aller Besucher ausmachen dürften.
'La Palma' zieht mit seinen spezifischen Bedingungen auch Zielgruppen weiterer Sportarten und Aktivitäten an, und das nicht nur saisonal, sondern ganzjährig. Hierzu zählen:
  • Klettern, Mountainbiking, Gleitschirmfliegen
  • Astronomie, Biologie, Geologie, Vulkanologie
Das Reliefbild zeigt im Zentrum ungefähr die Lage unserer Unterkunft 'Finca La Brevera' (Begriff 'Finca' im roten Oval). Weiß umrahmte Nummern zeigen grob die jeweilige Region unserer Wandertouren. Aktive Links der nachfolgenden Aufstellung verweisen auf Tourenbeschreibungen des Blogs 'wanderglueck'. Der Post Wandern auf der 'Isla Bonita' fasst generelle Anmerkungen zu Wanderbedingungen zusammen.

Montag, 3. Februar 2014

La Palma 2014: Wetter auf der ‚Isla Bonita’

Sturm auf La Palma
Blick vom GR-131 auf Wolken im Osten und über El Hierro
Ähnlich kontrastreich wie ‚La Palma’ fällt auch das
Wetter auf der 'Isla Bonita' aus. Auf ‚La Palma’ gibt es meistens nicht ‚das Wetter’, sondern mehrere Wetter. Prinzipiell ist das Wetter ganzjährig mild und zeigt keine stark ausgeprägten Jahreszeiten. Die Wintermonate sind jedoch regenreicher, weniger sonnig und ca. 10 Grad kühler als Sommermonate. Ab März ist die  Westseite bis zum Herbst trocken.
Das Inselklima ist beeinflusst vom Nord-Ost-Passat (Teil eines atlantischen Windsystems). Der Wind kann sich selbst bei sonnigem Wetter bis zu einem Sturm steigern, der in windanfälligen Regionen jeden Aufenthalt im Freien unangenehm und in höheren Lagen riskant macht.1) An windigen Tagen ist die Sicht selten klar, weil die Windströmung Saharastaub mit sich trägt. Diashow von Sonnenuntergangfotos und Abendlicht


Samstag, 1. Februar 2014

La Palma 2014: Ausflug zum Roque de los Muchachos, 2.426 m

Roque-de-los-Muchachos-Observatorien auf der Caldera
Auf unserer Gipfeltour zum ‚Pico Bejenado’ haben wir gestern oft auf den Nordkamm der Caldera de Taburiente mit dem Roque de los Muchachos geschaut.1) Heute betrachten wir das Gebiet aus der Nähe. Der 87 km lange Fernwanderweg ‚GR-131’ (‚El Baston’) zieht sich von ‚Puerto de Tazacorte’ an der Westküste über den nördlichen Kamm der Caldera und lässt keinen hohen Gipfel aus.2) Wir bevorzugen die bequeme Variante und reisen mit dem Auto in zweistündiger Fahrt zum Roque de los Muchachos bis auf den Parkplatz ca. 20 m unterhalb des Gipfels. 2 Minuten später stehen wir auf dem 2.426 m hohen ‚Felsen der Jünglinge’, der in einer Kette erodierter Vulkanschlote den höchsten Punkt markiert. Aber das ist nur der Auftakt. Eine Reihe grandioser Aussichtspunkte mit immer wieder neuen Eindrücken übersteigt in den beiden nächsten Stunden bei weitem unsere Erwartungen. Diashow der Fotoserie

Mittwoch, 29. Januar 2014

La Palma 2014: Ausflug nach ‚San Andrés’ an der Ostküste von ‚La Palma’

Küste bei San Andrés
Das Wetter will sich heute nicht für ein festes Programm entscheiden. Immerhin soll es heute an der Ostküste sonniger als an der Westküste sein. Also fahren wir an die Ostküste, an der wir zunächst ein kleines Besichtungsprogramm abarbeiten, ehe wir zu einer Wanderung im Regenwald des Biosphärenreservats ‚Los Tilos’ aufbrechen.1) Diashow der Fotoserie







Sonntag, 26. Januar 2014

La Palma 2014: Ausflug nach ‚Santo Domingo de Garafía’ an der Nord-Westküste von ‚La Palma’

Regenbogen an historischer Windmühle bei Santo Domingo
Nach drei Tagen stürmischem Passat flaut der Wind ab. Positive Erfahrungen des gestrigen Tages motivieren uns, erneut an die Westküste zu fahren, um eine Wanderung auf dem ‚GR-130’ weiter nördlich zu unternehmen.1) Startpunkt unserer Wanderung soll der Ort ‚Santo Domingo de Garafía’ sein.
Bereits auf der Anfahrt lässt sich nicht ignorieren, dass die Wetterbedingungen umso ungünstiger werden, je weiter wir nach Norden fahren. In ‚Santo Domingo de Garafía’, vorgesehener Startort einer Wanderung, die noch weiter nach Norden führt, ist uns klar, dass wir diese Tour heute nicht gehen werden. Dunkle Wolkenschichten und starker Wind verheißen ungemütliches Wetter, dem wir uns nicht ohne Not aussetzen möchten. Bereuen müssen wir den Abstecher in den Nordwesten von ‚La Palma’ nicht, weil uns diese Sightseeing-Tour neue Ausblicke und Einblicke schenkt.
Diashow der Fotoserie

Freitag, 24. Januar 2014

La Palma 2014: Der Passat tobt – die Wanderung fällt aus

Visita de La Palma, Wandgemälde von Jorge Fin in Los Llanos
Weltende
Jakob von Hoddis (1887 – 1942)

Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut
in allen Lüften hallt es wie Geschrei.
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
und an den Küsten - liest man - steigt die Flut.

Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
an Land, um dicke Dämme zu zerdrücken.
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken



Donnerstag, 23. Januar 2014

La Palma 2014: Ausflug nach Puntallana an der Ostküste

Historischer Ortskern von San Juan de Puntallana
Bis gestern Nachmittag gibt sich der Passat friedlich. Am Abend wechselte er seine Stimmung. Stürmischer Wind kommt auf. Er treibt Wolkenfetzen und Regenschauer vor sich her. Während der Nacht rüttelt heulender Sturm an der Finca und pfeift durch Ritzen von Fenstern und Türen. Gegen Morgen beruhigt sich das Wetter, zieht aber nicht ab. Wanderungen in der Höhe scheiden heute aus. Nach Prüfung lokaler Wetterinformationen entscheiden wir uns für einen Ausflug an die Nord-Ostküste. Je nach Wetterbedingungen bietet sich die Option einer Wanderung durch einen urzeitlichen Lorbeerwald im ‚Barranco de La Galga’ an. Diashow der Fotoserie




Sonntag, 19. Januar 2014

La Palma 2014: Spaziergänge mit Besichtigungen in ‚El Paso’

Plaza de la Glorieta in Las Manchas de abajo

Nach und nach wird uns bewusst, dass sich im näheren Umfeld unserer Unterkunft bei ‚El Paso’ einige Sehenswürdigkeiten befinden, die Beachtung verdienen. Inzwischen haben wir gelernt, dass ‚El Paso’ nicht nur ein Ortsname ist, sondern auch Name einer Gemeinde, der weitere Orte angehören. Unser Weg führt uns heute zunächst nach ‚Las Manchas de abjao’, ein Ort der Gemeinde ‚El Paso’. Auf der nachfolgenden Schleife zum Ort ‚El Paso’ durchqueren wir ein beeindruckendes vulkanisches Feld. Unsere Spaziergänge durch den Ort  ‚El Paso’ erweitern wir um eine kleine Wanderung zu Petroglyphen, die zu den bedeutendsten Fundstellen früher palmerischer Kulturgeschichte zählen.
Diashow der Fotoserie EL Paso               Diashow der Fotoserie Las Manchas de abajo 


Samstag, 18. Januar 2014

La Palma 2014: Rundfahrt im Südosten von La Palma

Villa de Mazo an der Ostküste
Heute verhalten wir uns geschickter als gestern und folgen nicht dem Regengebiet, sondern dem sonnigen Wetter. Die Westseite ist am Morgen bewölkt und der zentrale Höhenzug der ‚Cumbre’ ist ebenfalls in dichte Wolken gehüllt. Erfahrungsgemäß sollte es daher auf der Ostseite sonnig sein. Da ohnehin noch ein Besuch des Südostens der Insel aussteht, fahren wir am Morgen für ein Besichtungsprogramm auf die Ostseite und treffen tatsächlich auf sonniges Wetter. Am frühen Nachmittag verdichten sich auch hier die Wolken, während wir bei Rückkehr nach Westen zur Sonnenseite wechseln. Dazwischen liegt ein Programm, das wesentlich interessanter ausfällt, als wir ahnen konnten.
Nach Durchquerung der Cumbre orientieren wir uns bei ‚San Pedro’ nach Süden und sind zunächst irritiert, weil wir ‚San Pedro’ als Ort nicht identifizieren können. ‚San Pedro’ ist lediglich ein Gemeindename, unter dem mehrere Orte organisatorisch zusammengefasst sind. Diashow der Fotoserie

Freitag, 17. Januar 2014

La Palma 2014: Rundfahrt durch den Norden von La Palma

Los Sauces an der Ostküste von La Palma
Im nördlichen, raueren Teil der Insel sind wir bisher nicht über ‚Las Tricias’ hinausgekommen.1) Heute möchten wir mehr vom Norden kennenlernen und unsere Tour mit einer Fahrt zum Roque de los Muchachos am nördlichen Kamm der Caldera de Taburiente verbinden, bei dem eine Reihe großer astronomischer Teleskope stationiert sind. Wenn das Wetter es zulässt, könnten wir den 2.424 m hohen Gipfel des Roque de los Muchachos, zugleich höchster Punkt der Insel, auf einem kurzen und leichten Weg erreichen.
Das Wetter meint es jedoch heute nicht gut mit uns. Wir haben uns heute für die falsche Richtung entschieden.2) Im Süden der Insel ist das Wetter recht gut, während wir mit zunehmender Höhe in immer dichtere Wolken eintauchen. Ab ‚Las Tricias’ setzt Regen ein, der uns in der nächsten Stunde begleiten wird. Wir streichen ‚Plan A’, eine Route über den 'Roque de los Muchachos',3) und entscheiden uns für ‚Plan B’, eine Umrundung der Nordhälfte ‚La Palmas’ auf der Straße ‚LP-1’. Diashow der Fotoserie 

Donnerstag, 16. Januar 2014

La Palma 2014: Ausflug in die Umgebung von ‚Los Llanos de Aridane’

El Jardin de las delicias bei Los Llanos
Den sehenswerten Ort 'Los Llanos de Aridane' besuchen wir im Zeitraum unseres Aufenthaltes häufiger. Einige Highlights des Ortes beschreibt der Post vom 14.01.2014: Spaziergänge in Los Llanos de Aridane  Beachtung verdient auch das nähere Umfeld des Ortes, aus dem dieser Post eine kleine Auswahl betrachtet. 
In Anbetracht des fast wolkenfreien Himmels fassen wir am Morgen zunächst den Entschluss, zum ‚Mirador la Cumbrecita’ in der südlichen ‚Caldera de Taburiente’ zu fahren.1) Wegen der beschränkten Parkplatzkapazität muss jedoch zuvor im Besucherzentrum des Nationalparks ein kostenloses Permit eingeholt werden. Wir kommen zu spät. Für den Vormittag sind alle Permits bereits vergeben. Erst ab der Mittagszeit können wir mit einem Permit für den Zeitraum 13:30 – 16:00 Uhr das Ziel ansteuern. Den Vormittag vertreiben wir mit Besichtigungen in der Peripherie von Los Llanos. Diashow der Fotoserie

Dienstag, 14. Januar 2014

La Palma 2014: Spaziergänge mit Besichtigungen in ‚Los Llanos de Aridane’1)

Los Llanos und El Paso im Aridanetal (Mirador El Time)
Wanderungen der drei letzten Tage zeigen Spuren. Dem Bedürfnis nach einem ‚Bummeltag’ geben wir ohne Widerstand nach und entscheiden uns für einen Bummel durch ‚Los Llanos de Aridane’. Mit ca. 20.000 Bewohnern ist ‚Los Llanos’ die Stadt mit den meisten Einwohnern der Insel und stellt ca. 22% einer ca. 90.000 Köpfe zählenden Inselbevölkerung.
Unser erster Besuch der Stadt war vor einer Woche von leichtem Regen beeinträchtigt und fiel darum nur kurz aus. Heute bleibt das Wetter trocken und vor allem am Vormittag  zeigt sich auch die Sonne zwischen Wolkenlücken.
Diashow der Fotoserie Los Llanos de Aridane





Sonntag, 12. Januar 2014

La Palma 2014: Monokulturen auf ‚San Miguel de La Palma’

Bananenplantagen an der Westküste bei La Laguna
Trotz bitterer Erfahrungen bilden Monokulturen auf ‚La Palma’ eine jahrhunderte alte Tradition. Monokulturen sind auf der Insel keine Erfindung der Palmerer, sondern Spekulationsobjekte vermögender und einflussreicher Festlandspanier. Bei guter Absatzlage profitiert auch die palmerische Landbevölkerung geringfügig. Wenn der Absatz einbricht, zieht die Karawane weiter und hinterlässt nackte Not. Mit jedem Einbruch verlieren zahlreiche Familien ihre Existenzgrundlagen und müssen die Insel verlassen. Viele Familien siedelten nach Nord- und Mittelamerika um.
Auf ‚La Palma’ folgten ersatzweise nacheinander weitere Monokulturen und entfachten jeweils erneut den Zyklus von Boom, Einbruch und Verelendung. Bis im 19. Jahrhundert lebten die Einwohner in strohgedeckten Holzhütten oder bestenfalls in flachen Bruchsteinhäusern. Einwohner konnten aufgrund von Kleidermangel an Sonn- und Feiertagen nur abwechselnd die Messe besuchen, berichtete 1759 der Missionar Juan de Medinilla seinem Bischof.

Samstag, 11. Januar 2014

La Palma 2014: Let me have (wo-)men about me that are fat

Motiv in Los Llanos
Bereits in den ersten Tagen unseres Aufenthaltes auf 'La Palma' bleibt nicht verborgen, dass Bewohner der Insel durchschnittlich relativ schwergewichtige Raucher sind, d.h. ungesund leben. Eine weitere Auffälligkeit provozieren palmerische Damen. Sie lieben den schrillen Auftritt und geizen nicht mit ihren Reizen. Ungeachtet von Figur, Bauch, Arsch, ausladenden Oberweiten und quellenden Fettwülsten muss möglichst grelle Kleidung wie eine zweite Haut anliegen. Hosen wirken eher wie Strumpfhosen. Den Autritt komplettieren häufig brennende Zigaretten. So ähnlich stellen wir uns Bordellleben im historischen New Orleans vor.
Männer bevorzugen im Unterschied zu Frauen eher einen ‚Poverty-Bauern-Look’. Mit durchschnittlich etwas weniger Übergewicht als Frauen, aber ebenfalls mit Zigarette als unverzichtbarem Accessoire ausgestattet, demonstrieren auch Männer eine Haltung jenseits von als Norm betrachteten Moden.
Selbstverständlich begegnen wir auf ‚La Palma’ auch Frauen und Männer, deren Auftritt sich an Moden westeuropäischer Kultur orientiert. Nach unserer Beobachtung sind diese Personen eher keine einheimischen Bewohner der Insel.

Freitag, 10. Januar 2014

La Palma 2014: Ausflug nach Santa Cruz de La Palma

Blick vom Castello de la Virgin auf Santa Cruz de La Palma
Das Regengebiet ist dank eines kräftigen Windes abgezogen. Der Wind trägt feinen Sandstaub aus der Sahara mit sich, der sich wie leichter Nebel über die Höhen legt. Unter diesen Umständen greift heute ‚Plan B’. Wir fahren an die Ostküste, um ‚Santa Cruz de La Palma’ zu besichtigen, die sehenswerte Hauptstadt der Insel.
Als letzter Vorposten Spaniens auf dem Weg nach Amerika erlangte ‚Santa Cruz de La Palma’ im 16. Jahrhundert hohe strategische Bedeutung. Piraten bedrohten nicht nur spanische Handelsschiffe, sie überfielen auch mehrmals die Stadt. Starke Befestigungsanlagen mussten zur Sicherung des Handelsplatzes errichtet werden, der sich zu einer der bedeutendsten Hafenstädte Europas entwickelte. Aufgrund administrativer Entscheidungen verlor ‚Santa Cruz de La Palma’ 1657 seine Bedeutung als kolonialer Vorposten der spanischen Weltmacht an Teneriffa und verfiel in einen Dornröschenschlaf, durch den die historische Altstadt weitgehend erhalten blieb. Seit 1990 steht der Stadtkern unter Denkmalschutz. Diashow der Fotoserie

Donnerstag, 9. Januar 2014

La Palma 2014: Ausflug nach 'Tazacorte' und ‚Puerto de Tazacorte’ an der Westküste

Puerto der Tazacorte am Barranco de las Angustias
In der Nacht regnet es kräftig. Am Morgen wirkt das Wetter noch immer eher unentschlossen. Wir schieben den Start unserer Wanderaktivität auf und fahren mit dem Mietauto an die Westküste nach ‚Tazacorte‘ und ‚Puerto de Tazacorte‘, zwei Orte, die mit ihrem Charme nicht geizen. In ‚Tazacorte‘ beeindruckt die von Luis Morera1) gestaltete ‚Plaza del Morro’. Das attraktive Ortsbild von ‚Puerto de Tazacorte‘ ist ein Highlight der Kanareninsel ‚San Miguel de La Palma’.
Diashows der Fotoserien:
Tazacorte und Puerto de Tazacorte (09.01.2014)
Puerto de Tazacorte an der Westküste von La Palma (24.01.2014)