Freitag, 19. Oktober 2018

Reise an die antike Seidenstraße in Usbekistan im Überblick, 8.-18. Oktober 2018 (Finale Version 21.12.2018)

Abendstimmung an der Mohammed Rahim Khan Medrese, Chiwa Registan Samarkand, Medresen Ulugʻbek, Tilya-Kori, Sher-Dor Gewürze auf dem Kollektivmarkt Buchara

Es kommt nicht häufig vor, aber mitunter erfüllen sich im Leben Träume. Als Jugendlicher war ich derart beeindruckt von der orientalischen Architektur an der antiken Seidenstraße, dass Oasenstädte wie Buchara und Samarkand als Traumziele im Gedächtnis präsent blieben. Im Oktober 2018 wird der Traum zur Realität. Mit unsicheren Erwartungen schließen wir uns der Gruppen-Studienreise Usbekistan Höhepunkte an, für die wir uns nach einem Vergleich von Angeboten mehrerer Veranstalter entschieden haben. Die Reise wird zweifellos spannend. In der Realität sind wir überwältigt von intensiven Erlebnissen einer großartigen Kulturreise zu einem der ältesten Zentren menschlicher Hochkultur. Wer orientalische Romantik erwartet, ist jedoch am falschen Ort. Zentralasien ist eine Region traditionell brutal harter politischer, sozialer, kultureller Kontraste. Wahrnehmungen von Besuchern modellieren komplexe Prozesse mit zahlreichen Variablen, sodass nicht überrascht, wenn diese Kontraste individuell unterschiedlich gesehen und verstanden werden und verdichte Reiseerlebnisse subjektiv geprägt sind.(1) 
Stationen unserer Reise beschreiben Berichte (Posts) und Fotoserien auf die nachfolgende Aufstellung verweist: (-> "Weiterlesen")

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Rückreise von Chiwa über Taschkent nach Deutschland

Marktstände im Kuppelbau des Chorsu-Basars, Taschkent Abschied von Usbekistan Amir Timur Denkmal vor dem Amir Timur Museum in Taschkent

Mehr als 1000 km haben wir mit dem Reisebus in 3 Etappen von Taschkent über Samarkand und Buchara entlang der antiken Seidenstraße bis Chiwa (auch Xiva, Khiva) zurückgelegt. Unser Golden-Dragon-Bus aus chinesischer Produktion hat sich als ein zuverlässiges Arbeitspferd erwiesen, was Verbesserungsideen nicht ausschließt. Da der Rückflug nach Deutschland von Taschkent abgeht, müssen wir noch einmal mehr als 1000 km von Chiwa zurück nach Taschkent reisen. Mit dem Bus fahren wir nur ca. 30 km bis Urganch, um von dort den Flieger nach Taschkent zu nehmen, wo wir den Tag bis zum stimmungsvollen Abschieds-Dinner verbummeln. Die Nacht wird kurz, weil der Rückflug nach Frankfurt um 05:45 Uhr startet.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Weltkulturerbe Chiwa an der Seidenstraße in Choresmien, Usbekistan

Souvenirverkauf in Chiwa Westtor Ota Darvoza der inneren Stadt Itchan Kala, Chiwa Reisegruppe in der Juma Moschee, Chiwa

Nach spannender Anreise am Vortag (Post vom 15.10.2018) durch die Kysylkum-Wüste nach Chiewa (Khiva, Xiva) unternehmen wir heute in Chiewa eine Zeitreise durch die aus der Zeit gefallene innere Stadt Itchan Kala. Unter der sichtbaren Oberfläche der inneren Stadt verbirgt sich eine in menschlicher Siedlungs- und Kulturgeschichte weit zurückreichende Frühgeschichte, deren Ursprünge im Dunkel liegen. Lücken zwischen Frühgeschichte und Gegenwart füllen Narrative über Historie, die dieser Post ergänzt.(1)

Montag, 15. Oktober 2018

Reise auf der Seidenstraße von Buchara nach Chiwa in Usbekistan

Überquerung des Amudarja (antik Oxos oder Oxus)

Mehr als 1000 km von Taschkent entfernt markiert die alte Oasenstadt Chiwa (auch Xiva, Khiva) den Wendepunkt unserer Usbekistan-Reise. Chiwa liegt westlich des Amudarja an einem nach Norden führenden Zweig der antiken Seidenstraße nahe der Grenze nach Turkmenistan.(1) Auf 480 km Distanz zwischen Buchara und Chiwa reisen wir mit dem Golden-Dragon-Bus aus chinesischer Produktion überwiegend durch die Kysylkum-Wüste(2). Die Fahrzeit von ca. 7 Stunden (Gesamtzeit 9:10 Std.) ist für 480 km Strecke nur möglich, weil ca. die Hälfte der Autobahn A380 vierspurig ausgebaut ist.(3) Der Rest der Strecke ist eine weitere Schlaglochpiste und erfordert gemächliche Geschwindigkeit. Nachfragen zu offenkundigen Defiziten werden in Spanien mit der Floskel 'mañana' beantwortet. In Usbekastian ist die Reaktion meistens ein Schulterzucken. Die formellere Antwortet lautet: "Im nächsten Jahr". Landschaftlich ist die Etappe eintönig. Für Abwechslung sorgen abenteuerliche Ortsdurchfahrten, spannende Pausen und hochinteressante Informationen über Alltagskultur, mit denen uns Reiseleiterin Viktoria während der Fahrt unterhält. Bei der Ankunft in Chiwa sind wir erneut überwältigt. Buchara vermittelt ein starkes Orient-Feeling. In Chiwa unternehmen wir eine Zeitreise in den mittelalterlichen Orient. Der vollständig von einer Stadtmauer umgebene historische Stadtkern Itchan-Kala ist aufgrund seines Gesamtbildes seit 1990 UNESCO-Welterbe.

Sonntag, 14. Oktober 2018

Buchara-i-Scherif (Buchara die "Edle, "Heilige") an der Großen Seidenstraße - Part 2

Fortsetzung des Posts Buchara-i-Scherif (Buchara die "Edle, "Heilige") an der Großen Seidenstraße - Part 1

Torhaus Chor Minor, Buchara Hofmoschee der Nekropole Chor Bakr bei Buchara Haupthof des Sommerpalastes Sitorai Mohi Xosa bei Buchara

Während 2 Leidensgenossinen unserer Reisegruppe noch mit Magen-Darm-Beschwerden und Nebensymptomen kämpfen, haben sich meine Beschwerden in einer unruhigen Nacht immerhin soweit beruhigt, dass ich mit reduzierter Vitalität am gemeinsamen Besichtigungsprogramm teilnehmen kann. Am Vormittag besuchen wir Sehenswürdigkeiten ca. 10 km außerhalb des Stadtzentrums. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und gibt uns Gelegenheit zu einem Abschiedsrundgang im historischen Zentrum. 

Samstag, 13. Oktober 2018

Buchara-i-Scherif (Buchara die "Edle, "Heilige") an der Großen Seidenstraße - Part 1

Innenhof der Kalon-Moschee, Buchara Festung Ark am Registan Buchara Schafsköpfe, Kollektivmarkt Buchara

Buchara ist eine alte Oasenstadt an der antiken Seidenstraße in Zentralasien, die auf einem heiligen Hügel vor vermutlich ca. 3000 Jahren gegründet wurde. Diesen Hügel besetzt seit Urzeiten die Zitadelle Ark. Legendärer Erbauer des Ark war Prinz Siyawasch, eine Figur des persischen Nationalepos Schāhnāme.(1)
Seit 1994 ist Bucharas historischer Stadtkern UNESCO-Welterbe. Maßgeblich für die Eintragung als Weltkulturerbe waren nicht einzelne der 140 gelisteten Architekturdenkmäler, sondern das Gesamtbild einer mittelalterlichen islamischen Stadt in Zentralasien, deren Struktur trotz aller Veränderungen seit der im frühen 16. Jahrhundert einsetzenden Scheibaniden-Dynastie weitgehend intakt geblieben ist.
Ein Aufenthalt im historischen Zentrum Bucharas beeindruckt europäische Besucher tief. Eindrücke von Buchara-i-Scherif (Buchara die "Edle", "Heilige") wirken auf Besucher nicht nur fremdartig, sondern auch räselhaft. Um Buchara und besichtigte Sehenswürdigkeiten zumindest ein wenig zu verstehen und kulturhistorisch einordnen zu können, hilft ein Blick auf die Geschichte einer Stadt, in der sich zahlreiche Kulturschichten überlagern. Deren Ursprünge verbirgt Nebel von Frühgeschichte.

Freitag, 12. Oktober 2018

Reise auf der Großen Seidenstraße von Samarkand nach Buchara in Usbekistan

Mittagsimbiss im Atrium des Töpferfamilienhauses in Gijduvan Baumwollfeld an der Straße zwischen Samarkand und Buchara Hauptportal der Karawanserei Rabat-e Malik

Von Samarkand reisen wir per Bus 280 km auf der internationalen Fernstraße M37 nach Buchara. Die Route verläuft auf einem Abschnitt der Hauptroute der antiken Seidenstraße. Diese darf man sich nicht als feste Verkehrs- und Handelswege vorstellen (wie z.B. Römerstraßen), sondern als eine Kette von Ortschaften, Oasen und Karawansereien, die Handelskarawanen auf dem Weg durch Trockengebiete, Wüsten und Berglandschaften als Stützpunkte nutzten. In der Gegenwart ist die Fernstraße M37 zwischen Samarkand und Buchara selbstverständlich eine befestigte Straße, die jedoch vom Komfort einer Autobahn oder eines Highways weit entfernt ist. Die M37 präsentiert sich als ruppige Schlagloch-Piste. Unser Golden Dragon Bus aus chinesischer Produktion ist relativ neu, aber kein Hightech-Produkt, das mit Luftfederung über Schlaglöcher gleiten könnte. Unebenheiten meldet unser Bus rurmpelnd an Insassen. Vor Schlaglöchern reduzieren unsere Fahrer die Geschwindigkeit. Ob das mit Rücksicht auf die Technik oder mit Rücksicht auf die Insassen geschieht, bleibt ungeklärt. Beschleunigungen nach Bremsmanövern quittiert der Motor röhrend und malend. Wir wollen uns nicht beklagen. Handelskarawanen legten unter weit schwierigeren Bedingungen 25-40 km am Tag zurück. Selbst für geübte Wanderer wäre das eine stramme Leistung. Für 280 km hätte eine Karawane ca. 10 Tage benötigt. Wir benötigen 4,5 Stunden Fahrzeit. Tatsächlich sind wir jedoch inklusive Reiseprogramm fast 8 Stunden unterwegs.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Reise von Taschkent nach Samarkand an der Seidenstraße in Usbekistan

Hotel Malika Prime in Samarkand Baumwollfelder an einem Rastplatz der Route nach Sarmakand Registan Samarkand, Medresen Ulugʻbek, Tilya-Kori, Sher-Dor

Nach dem Vormittags-Programm in Taschkent, Hauptstadt Usbekistans, reisen wir per Bus nach Samarkand, zweitgrößte Stadt des Landes mit ca. 500.000 Einwohnern. Auf der Fahrt passieren wir endlose Baumwollfelder, an denen die Ernte stattfindet und ein Halt verboten ist. Ernte-Arbeiter werden zwangsrekrutiert, was Touristen möglichst nicht mitbekommen und schon gar nicht dokumentieren sollen (Welt: Wo Lehrer und Ärzte zu Baumwoll-Sklaven werden). Für ca. 300 km auf usbekischer Autobahn benötigen wir 6,5 Stunden (inkl. 2 Stops), weil die mit Schlaglöchern übersäte Piste nur vorsichtige Fahrweisen erlaubt. Um 20:30 Uhr erreichen wir Samarkand mit seinen bedeutenden Bauwerken islamischer Kultur. Das Besichtigungsprogramm beginnt morgen. Im angenehmen Hotel Malika Prime nehmen wir heute das Abendessen ein. - Fotoserien: Busreise nach Samarkand, Hotel Malika Prime

Montag, 8. Oktober 2018

Reise nach Taschkent, Hauptstadt Usbekistans in Zentralasien

Flugzeug der Uzbekistan Airways am Flughafen Frankfurt
Maschine der Uzbkistan Airlines am Flughafen Frankfurt
Reisebus am Hotel Shodlik Palace, Taschkent
Bus unserer Reisegruppe in Usbekistan
Von Frankfurt fliegen wir als Teilnehmer einer 25-köpfigen Reisegruppe nonstop mit Uzbkistan Airlines zu Usbekistans Hauptstadt Taschkent (Fotoserie). In der voll besetzten Maschine reisen vor allem Gruppen diverser Veranstalter. Ziel aller Gruppen ist die antike Seidenstraße in Zentralasien. Nach 5:40 Std. entspanntem Flug landen wir gegen 21:00 Uhr in Taschkent. Die Stadt muss man nicht unbedingt gesehen haben, aber sie ist das Tor, durch das Touristen die Seidenstraße in Usbekistan erreichen.

Montag, 24. September 2018

Entschleunigung im Lummerland, pardon, in West-Friesland, NL (Update 28.09.2018)

Nationalpark De Alde Feanen Ehemaliges Kloster Windesheim  bei Zwolle 7de Hemel B&B in Hemelum

Auf unserem Kurztrip nach West-Friesland besuchen wir die Bilderbuch-Dörfer Windesheim bei Zwolle und Hindeloopen am IJsselmeer, ehe wir unser Quartier aufsuchen, das 7de Hemel B&B in Hemelum. Das Dorf Hemelum kennt natürlich fast niemand. Wir kannten es vor dem Trip auch nicht, aber jetzt umso besser dank 7de Hemel B&B. So entspannt, unaufgeregt, gastfreundlich, komfortabel sind wir lange nicht abgestiegen. Die Küche im B&B und in besuchten Restaurants überrascht positiv. Vorurteile erweisen sich als überholt. Landschaft, Städte, Dörfer der Umgebung sind ohnehin eine Reise wert. Unser Naturprogramm beschränkt sich auf Wanderungen im Nationalpark De Alde Feanen und auf der Insel Texel. Nicht weniger interessant gerät das Kulturprogramm in den sehenswerten Ortschaften Harlingen und Franeker. Die 'Schnupperreise' mit  4 Übernachtungen erweist sich als viel zu kurz. Wir werden bald zurückkehren.
Fotoserien: Anreise - De 7de Hemel B&B - Nationalpark De Alde Feanen - Restaurant Galamadammen - Ausflug Insel Texel - Harlingen - Franeker - Eisinga Planetarium Franeker - Visrestaurant Vis en Meer in Woudsend

Freitag, 31. August 2018

Sommerreise 29.06. - 01.09.2018 im Alpenraum (Finale Version 02.09.2018)

Route Südtirol.jpg Seit mehr als 30 Jahren zieht es uns im Sommer in den Alpenraum und bevorzugt nach Südtirol. Unserer Sommerreise 2018 ist nach dem Muster der Vorjahre geplant: Sommerreise 2017, Sommerreise 2016.
Über Aktivitäten berichten wir in unter "Weiterlesen", allerdings nur sparsam, da wir uns überwiegend in Regionen bewegen, über die wir in Vorjahren bereits berichtet haben.


Freitag, 10. August 2018

Neues am Marinushof und in seiner Umgebung

Marinushof in Kastelbell Das Südtiroler Alpental Vinschgau ist berühmt und berüchtigt für seine Obst-Monokulturen, zu denen auch Wein mit einem kleinen Anteil zählt. Im 1.441 km² großen Einzugsgebiet beträgt die landwirtschaftliche Nutzfläche jedoch nur 0,5 %, von denen lediglich 7,1 % dem Obst- und Weinanbau dienen, während ca. 50 % der Fläche aus Wald und natürlichem Grünland bestehen, Ödland und Felsen 31,1 % einnehmen und 5,9 % der Fläche von Gletschern bedeckt sind.(1) Der Vinschgau ist selbstverständlich kein statischer Kultur- und Naturraum, sondern im Gegenteil von hoher Dynamik geprägt, deren Entwicklung wir seit mehr als 30 Jahren beobachten. Der aktuelle Post trägt einige Beobachtungen des Jahres 2018 zusammen und bewertet sie subjektiv. - Fotoserie

Dienstag, 10. Juli 2018

Kellerführung und Verkostung im Weingut Alois Lageder, Margreid (Update 15.07.2018)

Ansitz Casòn Hirschprunn Ansitz Löwengang Tor zum Ansitz Casòn Hirschprunn

Nach dem überaus interessanten Besuch des Weingutes Elena Walch (Post vom 5. Juli 2018) sind wir gespannt auf das Weingut Alois Lageder, bei dem wir zu einer Kellerführung mit Verkostung angemeldet sind (Führungen, 12 € pP). Alois IV übernahm 1974 das 1823 gegründete Familienweingut in 5. Generation(1). Die Qualität des Südtiroler Weins befand sich damals auf ihrem Tiefpunkt. Der Markt wurde mit billigen Massenprodukten überschwemmt, vor allem Vernatsch für den Eigenbedarf, den außerhalb Südtirols niemand trinken wollte. Alois Lageder hat andere Vorstellungen vom Wein und orientiert sich am Weinbau in Burgund und im Bordeaux. Er verabschiedete sich von Fassware und Literweinen, reduzierte Erträge, stellte auf für Südtirol untypische Reberziehungen um und baute Traubensorten wie Chardonnay, Pinot Noir, Cabernet Sauvignon, Merlot, Petit Verdot, Sauvignon Blanc an. In Südtirol erklärte man Alois Lageder für verrückt. Allmählich einsetzender Erfolg gab ihm Recht und machte Alois Lageder zum Pionier des Südtiroler Qualitätsweinbaus. Der Austausch mit Rainer Zierock, in Südtirol wirkender Önologe und Weinphilosoph aus Württemberg, inspirierte Alois Lageder zur biologisch-dynamischen Wirtschaft nach anthroposophischen Prinzipien (Biodynamie), die sich in ganzheitlicher Betrachtung der Versöhnung von Natur und Kultur verschreibt.(2) In der Gegenwart gilt das Weingut Alois Lageder als Ikone des Südtiroler Weins und Alois Lageder darüber hinaus als bedeutender Förderer zeitgenössischer Kunst.(3)
- Fotoserien: Weingut Alois Lageder - Rundgang in Margreid

Donnerstag, 5. Juli 2018

Führung und Verkostung im Weingut Vigna Kastelaz (Elena Walch) in Tramin

Weingut Walch, Tramin Nach der Führung in der Cantina Tramin im Vorjahr (Post vom 6.07.2017) kehren wir nach Tramin an der Südtiroler Weinstraße zurück, um an einer Betriebsbesichtigung mit Verkostung im Weingut Vigna Kastelaz teilzunehmen. Das Weingut vermarktet sich mit dem Namen der Quereinsteigerin Elena Walch, die als Architektin in das Weingut einheiratete, das Potenzial des Betriebes erkannte, eine Vision des Qualitätsweinbaus entwickelte, das Traditionsweingut umkrempelte, auf einem Teil der Flächen alten Rebbestand gegen Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah, Chardonnay, Sauvignon Blanc austauschte und in der Gegenwart als "Star-Winzerin" gilt. Werner Walch, Elenas Ehepartner und Erbe des Traditionsweingutes, ließ Elena freie Hand und betreibt im Hintergrund Weinbau im Sinne der Familientradition unter dem Namen Wilhelm Walch. Beide Unternehmenszweige nutzen Betriebseinrichtungen gemeinsam. - Fotoserie

Sonntag, 24. Juni 2018

Frühjahrsreise 2018 in den Süden, 12. Mai - 22. Juni 2018

Nach der Reise in den Norden entlang der Ostseeküste (Frühjahrsreise 2018 an die Ostsee, 8. April - 6. Mai 2018) führt die 6-wöchige aktuelle Reise in den Süden. Mit einer Zwischenetappe in Burgund kehren wir zurück in die Provence, die wir im letzten Herbst neu für uns entdeckt haben: Spätsommer in Südfrankreich (9.-24. September 2017) im Überblick. Nach einwöchigem Aufenthalt in der Provence setzen wir die Reise nach Westen fort. Vom Standort Pézenas in der Languedoc möchten wir über 2 Wochen alte Erinnerungen aus den Jahren 1973/4 auffrischen und neue Eindrücke hinzugewinnen. Anschließend unternehmen wir eine Parador-Rundreise in Spanien von Katalonien über Aragon nach Asturien und Kantabrien an der Atlantikküste. Die Rückreise führt uns mit Kurzetappen von je 2-3 Tagen entlang der Atlantikküste von Spanien nach Frankreich mit Standorten in Neu-Aquitanien, in der Bretagne und in der Normandie. (Unter "Weiterlesen" sind Übersichten der Etappen, Routen und Aktivitäten aufgeführt.)

Schnupperreise an die französische Atlantikküste, 16. - 22. Juni 2018, in Bildern (finale Version 24.06.2018)

Besucherin blickt zu Tour de la Lanterne, Rathausturm, Tour de la Chaine, Tour d'Horloge, Tour St Nicolas

Die Rückreise unserer Frühjahrsreise in den Süden führt von der Atlantikküste in Spanien entlang der Atlantikküste Frankreichs nach Norden mit Standorten in Neu-Aquitanien, in der Bretagne und in der Normandie. Mit Kurzaufenthalten in La Rochelle, Concarneau und in der Umgebung von Rouen möchten wir uns einen Eindruck verschaffen, ob diese Regionen als Kandidaten für längere Aufenthalte in Frage kommen. Von Saint-Martin-de-Boscherville bei Rouen in der Normandie reisen wir zurück nach Köln.

Montag, 18. Juni 2018

Parador-Rundreise Katalonien, Aragon, Asturien, Kantabrien, 3. Juni - 16. Juni 2018, in Bildern und Berichten (finale Version 25.06.2018)

Castell de Cordona

Von der Provence und dem Languedoc in Südfrankreich (Posts: Reiseübersichten Provence und Languedoc) setzen wir unsere Frühjahrsreise in den Süden mit einer Parador-Rundreise über 5 Standorte in Spanien fort. Die nachfolgende Aufstellung zeigt eine Übersicht unserer Aktivitäten an den Standorten. Während wir uns in Spanien mit unbeständigem, regnerischem Wetter und kühlen Temperaturen arrangieren müssen, erlebt West-Europa einen vorgezogenen Sommer.

Freitag, 8. Juni 2018

Reise von Sos del Rey Católico, Aragon, nach Cangas de Onís, Asturien

Parador Cangas de Onis im ehemaligen Kloster San Pedro de VillanuevaHafen Castro Urdiales Von Sos del Rey Católico in Aragon reisen wir über Pamplona, Hauptstadt der Provinz Navarra, sowie über das Baskenland und Kantabrien nach Asturien. Pamplona bietet sich als Zwischenstopp für Besichtigungen an. Das Navigationssystem des Autos hat keinen Plan. In Pamplona leitet es uns im Kreis durch die verkehrstechnisch chaotisch organisierte Innenstadt (schlimmer als Köln!) und treibt uns an den Rand des Wahnsinns. Wir geben Pamplona auf, finden mit Mühe einen Ausweg aus der Falle und verlegen den Zwischenstopp nach Castro Urdiales in Kantabrien. Eine gute Entscheidung, stellen wir vor Ort in der historische Altsstadt am Hafen fest. Sonnenschein begleitet unseren Rundgang.
Auf der Weiterfahrt setzt Regen ein. Bei der Ankunft in Cangas de Onís regnet es in Strömen. Die Picos de Europa, die unsere Reise nach Asturien motivieren, sind weit und breit nicht zu sehen. Offensichtlich sind wir zum falschen Zeitpunkt am richtigen Ort. Doch das Blatt wendet sich am nächsten Tag.
Fotoserien: Castro Urdiales - Parador Cangas de OnísZimmer im Parador Cangas de OnísDinner im Parador Cangas de Onís

Donnerstag, 7. Juni 2018

Languedoc-Reise 20.05.-03.06.2018 in Bildern und Berichten (finale Version 07.06.2018)

Stempel einer Amphore im Museum Oppidum d'Ensérune

Der Post Rückkehr in das Languedoc berichtet über unsere Anreise aus der Provence. Standort unseres Aufenthaltes im Languedoc ist im Zeitraum 20. Mai - 03. Juni 2018 ein Ferienhaus in der Kleinstadt Pézenas im Département Hérault.
Fotoserien: Ferienhaus in Pézenas - Stadtansichten Pézenas - Markttag in Pézenas

Auf Aktivitäten während unseres Aufenthaltes verweisen nachfolgende Aufstellung von Berichten (Posts) und Fotoserien (-> "Weiterlesen").

Sonntag, 27. Mai 2018

Scenic Drive durch die Gorges de l'Hérault bei St-Guilhem-le-Désert

Gorges de l'HéraultGorges de l'HéraultPont du Diable (11. Jh.) über den Hérault

Nach unserer Wanderung auf den Pic Saint-Loup (Bericht vom 27.05.2018) fahren wir nicht auf direktem Weg zurück nach Pézenas, sondern wählen einen Umweg über St-Guilhem-le-Désert in der Schlucht des Flusses Hérault, Namensgeber des Départements Hérault. St-Guilhem-le-Désert ist als eines der Plus beaux villages de France (schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert, also ein 'touristischer Hotspot', an dem Wegelagerer auf Opfer warten. Die beeindruckenden Kalksteinschluchten des Hérault kann man immerhin kostenlos besichtigen und erwandern. Beliebt sind Kanutouren auf dem Hérault, die selbstverständlich Geld kosten. Regionale Wirtschaft belebende Touristenströme durchwanderten bereits im frühen Mittelalter die Schlucht. Damals nannte man sie Pilger. - Fotoserie

Montag, 21. Mai 2018

Besichtigung Oppidum d'Ensérune und Béziers

Plakette zum Albigenser-Kreuzzug gegen Katharer an der Kirche de la Madeleine Stempel einer Amphore im Museum Oppidum d'Ensérune Auf unserer Besichtigungstour mischen wir Bekanntes, Béziers, mit Unbekanntem, dem ehemaligen Oppidum d'Ensérune, das als einer der bedeutendsten keltischen Siedlungsplätze im südlichen Frankreich gilt. Ca. 35 km westlich unseres Standortes in Pézenas starten wir mit dem Besuch des Oppidums d'Ensérune, ein sehenswerter archäologischer Ausgrabungsplatz mit Museum, an dem wir trotz (oder wegen?) des Feiertages nur 3 weitere Besucher treffen. Das geringe allgemeine Interesse wundert uns schon lange nicht mehr. Archäologische Ausgrabungsplätze und moderne Kunst garantieren intime Atmosphäre.

Sonntag, 20. Mai 2018

Rückkehr in das Languedoc

Porte de la Gardette, Aigues-Mortes Auf der Rundreise durch Frankreich und Spanien wechseln wir nach einwöchigem Aufenthalt in der Provence (Provence-Reise 13.-19. Mai 2018 in Bildern) in das Languedoc, das wir zuletzt vor 44 Jahren besucht haben und mit vielen positiven Erinnerungen verbinden. Im Zeitraum von 44 Jahren ist die Zeit nicht stehen geblieben und wir sind gespannt, wie weit aktuelle Eindrücke mit unseren Erinnerungen übereinstimmen. Für die Reise nach Westen wählen wir eine Route über die Camargue, eine Schwemmlandebene im Rhonedelta. Flamingos staken auf der Suche nach Futter durch ausgedehnte Flachwassergebiete. Das Bild ist uns ebenso vertraut wie der Anblick der mittelalterliche Hafenstadt Aigues-Mortes. Negativ überrascht werden wir von Touristenströmen in der Stadt und in deren Umgebung. Einen Parkplatz finden wir erst ca, 1,5 km außerhalb des Ortes. Vor den Stadttoren zieht ein großer Bauernmarkt viele Menschen an und verengt verbleibende Räume zusätzlich. Gegen Mittag verstopfen Autos mittlerweile sämtliche Ausfallstraßen.
Derartige Bedingungen schrecken uns ab. Darum beziehen wir ein Ferienhaus am Rand der beschaulichen Kleinstadt Pézenas. Nach Ankunft in Pézenas vermittelt ein Kurzrundgang in der historischen Altstadt positive erste Eindrücke. Kunsthandwerkliche Betriebe und Galerien verbreiten sympathischen Charme. Sie ziehen selbstverständlich Touristen an und leben von Touristen, aber angebotene Produkte sind kein Ramsch und der Auftrieb bleibt erträglich. Für eine ausführlichere Erkundung des Ortes nehmen wir uns bald mehr Zeit. Wir wollen nicht durch die Landschaft huschen und bleiben darum für 2 Wochen in der Region. - Fotoserie: Aigues-Mortes

Samstag, 19. Mai 2018

Provence-Reise 13. Mai - 20. Mai 2018 in Bildern und Berichten (finale Version 19.05.2018)

Ôkhra Conversatoire des Ocres, Roussillon

Aufstellung von Berichten und Fotoserien (+ Infos zu besuchten Plätzen) der Provence-Reise 13. Mai - 20. Mai 2018 (-> "Weiterlesen"):

Donnerstag, 17. Mai 2018

Ausflug nach Marseille zum Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (MuCEM)

Hafeneinfahrt Marseille, Les Îsles

Im Rahmen unserer Provence-Reise(1) lockt uns insbesondere das 2013 anlässlich der Ernennung Marseilles als Kulturhauptstadt Europas eröffnete Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée (MuCEM) zu einem Ausflug nach Marseille.(2) Mehrere Artikel in Presse-Medien machen neugierig auf die Architektur und kommentieren Ausstellungen des Museums zurückhaltend.(3) 90 km Anreise mit dem Auto (1,5 Std.) nehmen wir in Kauf. - Fotoserien: Marseille, Mucem

Sonntag, 13. Mai 2018

Zwischenstop im Burgund auf dem Weg nach Südfrankreich

Ausgrabungsplatz Le Quartier de La Pâture du Convent

Moulin Renaudiots Chambres d'hôtes, Autun, Bourgogne Unsere Anreise nach Südfrankreich teilen wir in 2 Etappen mit einem Zwischenstop im Burgund, den wir mit einer Besichtigung von Bibracte verbinden. Das ehemalige keltische Oppidum auf dem Mont Beuvray, ein Gipfel des Granitmassivs Morvan, war Hauptstadt und Machtzentrum des gallischen Stammes der Haeduer.(1) Das Museum Bibracte informiert über keltische Kultur, Ausgrabungen auf dem Mont Beuvray, Architektur des Oppidums Bibracte und über die Lebensweise von ehemals 5.000-10.000 Einwohnern der Stadt.(2) Durch das Gelände auf dem Mont Beuvray führen mehrere frei zugängliche Rundwege sowie ein 'Scenic Drive' für Fahrzeuge. Wir bevorzugen selbstverständlich Fußwege und besichtigen bei einem 1,5-stündigen Rundgang freigelegte Ausgrabungsstätten. - Fotoserie Bibracte
Die Übernachtung vor der Weiterreise haben wir im Moulin Renaudiots reserviert, ein Chambres d'hôtes (Gästezimmer vom Typ B&B) mit 5 Zimmern ohne TV und gelobter Küche (perfekt!) in einem ehemaligen Mühlengebäude mit parkähnlicher Gartenumgebung. Unsere Entscheidung stimmt uns hoch zufrieden! - Fotoserie Moulin Renaudoits

Sonntag, 6. Mai 2018

Frühjahrsreise 2018 an die Ostsee, 8. April - 6. Mai 2018

Frühjahrsreise 2018 Norden - Map.jpg Unser Reiseprogramm 2018 beginnt über 4 Wochen mit 3 Stationen an der Ostsee:
  • 08.04.-12.04.2018: Pension Smuke Steed in Glücksburg an der Flensburger Förde (neu)
  • 12.04.-23.04.2018: FeWo Leuchtfeuer  in Born am Darß (bekannt & bewährt)
    - 22. April: Walking-Halbmarathon im Rahmen des 13. Darß-Marathons
  • 23.04.-06.05.2018: FeWo Uns Pokenstuv in Groß-Zicker, Rügen (bekannt & bewährt)
Im Zeitraum 12. Mai bis 21. Juni setzen wir unsere Frühjahrsreise 2018 nach Süden fort mit Aufenthalten in Südfrankreich und Spanien. Über diese Reise berichten wir im aktuellen Blog: Frühjahrsreise 2018 in den Süden, 12. Mai - 22. Juni 2018