Freitag, 1. November 2019

Griechenland-Rundreise 20.-28.09.2019 auf Spuren der Antike (Upadate: 01.11.2019)

Griechenland zählte bisher nicht zu unseren bevorzugten Reiseländern. Flüchtige Eindrücke eines ungeplanten sportlichen Kurzaufenthalts anlässlich des Alexanderlaufs über 20 km in Thessaloniki im Herbst 1988 weckten keine Reiselust nach Griechenland. Zustande kam dieser Kurztrip, weil sich die Beste aller Ehefrauen beim Kölner Brückenlauf mit ihrer Leistung für das Team empfahl, das die Kölner Partnerstadt Thessaloniki zum Alexanderlauf einlud (Post 1988). Reisekosten der Laufteilnehmer hat damals die Stadt Köln übernommen.
Dass wir jetzt nach Griechenland auf eigene Kosten reisen, ist wissenschafts-, literatur- und kunsthistorischen Interessen an der Antike geschuldet. Nach überaus beeindruckender Reise mit dem Veranstalter Studiosus an die antike Seidenstraße im Herbst 2018 (Übersichts-Post zur Reise) vertrauen wir auch für diese Reise der Kompetenz des Veranstalters und haben unter dessen Angeboten die Reise ST 0111 gewählt. Die Realität übertrifft unsere Erwartungen bei weitem. Wir sind begeistert. Die großartige Reise mit einer wunderbaren Reiseleiterin öffnet unsere Augen für die Antike. Wir beginnen zu verstehen, daß Kulturen der Antike in ihrem Kern kriegerisch waren und permanente Konflikte die Dynamik dieser Kultur beschleunigten.

Freitag, 27. September 2019

Besuch der 'schwebenden' Metéora-Klöster bei Kalambaka, Thessalien

Meteora-Felsen und -Klöster, Pinios-Ebene, Pindos-Gebirge Meteora-KlösterMeteora-Klöster

Ab Delphi verlassen wir Spuren der Antike und reisen ca. 230 km nach Norden, um im westlichen Thessalien bei Kalambaka auf Felstürmen errichtete postbyzantinische Metéora-Klöster des 14./15. Jahrhunderts zu besuchen.(1,2,3) Bei diffusen Wetterlagen scheinen die Klosteranlagen auf freistehenden Felstürmen zu schweben, was die Bezeichnung Metéora-Klöster erklärt.(4,5,6) 1988 wurden die Klöster zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.(7) - Fotoserie: Metéora-Klöster bei Kalambaka

Donnerstag, 26. September 2019

Orakel von Delphi: Mittelpunkt antiker Kriegswelt und 'Hall of Fame' antiken Kriegsheldentums

Ältäre und Tholos im Heiligum Athena Pronaia, Delphi Modell Apollon-Heiligtum Delphi, 4. Jh. v. Chr. Apollon-Tempel Delphi


Kein antiker Mythos und keine antike griechische Tragödie kam ohne Weissagung eines Orakels aus, und Kriege des antiken Griechenlands waren ohne Befragung eines Orakels kaum denkbar. Im antiken Griechenland gab es mehrere Orakel. Das bedeutendste und am längsten aktive war das Orakel von Delphi. Für Rundreisen auf Spuren der Antike sind Ausgrabungen des antiken Delphi am Südhang des Parnass über dem Golf von Korinth ein 'Must-do'.(1) Delphi ist 'crowdy' bzw. ein touristischer 'hotspot'. Gewöhnlich meiden wir solche Plätze. Die herausragende Bedeutung Delphis für den gesamten Mittelmeerraum der Antike wiegt mehr als alle Einwände und Bedenken. Dank unserer klugen Reiseleiterin sind besuchte Plätze vor Ort trotz pausenlos an- und abfahrender Touristenbusse weniger überlaufen als befürchtet, weil wir uns antizyklisch bewegen. Die meisten Besucher starten Besichtigungen an den Ausgrabungen. Wir beginnen mit dem Museumsbesuch und gehen anschließend durch das Ausgrabungsgelände. Dort ist es über Mittag relativ ruhig, aber heute sehr warm. Eindrücke des Besuchs beschäftigen uns nach Rückkehr von der Reise noch lange.

Mittwoch, 25. September 2019

Reise von Olympia entlang des Golfs von Korinth nach Delphi

Abfahrt am Hotel Europa, Olympia Nach dem Besuch der Geburtsstätte der antiken Olympischen Spiele im Zeus-Heiligtum von Olympia führt unsere Reise vom Peloponnes zurück zum griechischen Festland und entlang des Golfs von Korinth zum Mittelpunkt der antiken Welt in Delphi, den wir am Folgetag besichtigen werden. - Fotoserien:

Antike Olympische Spiele im Zeus-Heiligtum Olympia, Peloponnes

Modellhafter Plan des Heiligtums
Modellhafter Plan des Zeus-Heiligtums Olympia
Apollon-Statue im Westgiebel des Zeustempels
Apollo-Statue im Westgiebel des Zeustempels
Unsere letzte Station auf Peloponnes ist das Zeus-Heiligtum Olympia in Elis. Naiv betrachtet beindrucken Ausgrabungen von Resten dieser Welt in Olympia weniger als an einigen anderen Ausgrabungsorten, zumal griechische Historiker phantasievoll ergänzte Rekonstruktionen als unhistorisch ablehnen.(1) Olympia vermittelt sich Besuchern nicht mit einem Rundgang auf dem Ausgrabungsgelände. Informationen der Reiseleiterin sowie Exponate des Archäologischen Museums Olympia und des Museums der Geschichte der antiken Olympischen Spiele (die wir nach dem Ausgrabungsrundgang besuchen) ergänzen das fragmentarische Bild wenig. Erst Informationen jenseits naiver augenscheinlicher Wahrnehmung bieten Zugangsschlüssel, mit denen sich Türen dieser Räume öffnen.(2,3)


Dienstag, 24. September 2019

Byzantinische Ruinenstadt Mystras bei Sparta - Grabungsfeld antikes Messene bei Kalamata

Touristin auf der Stadtmauer des antiken Messene am arkadischen Tor Kirche St. Sophia und Despotenpalast, Mystras Auf dem Peloponnes reisen wir am Morgen in wenigen Minuten von Sparta in Lakonien nach Norden und besichtigen an Ausläufern des Taygetos-Gebirges die byzantinische Ruinenstadt Mystras (seit 1989 UNESCO-Weltkulturerbe). Nach einer Mittagspause im neuzeitlichen Mystras führt eine 2-stündige Reise bei kräftigen Regenfällen (einziger nennenswerter Regen der Rundreise) über das wilde Taygetos-Gebirge nach Messenien. Beim Besuch von Ausgrabungen des antiken Messene bei Kalamata scheint die Sonne. Unsere heutigen Ziele stellt Andreas Kilb in einem Reisebericht der FAZ vor.(1) Die heutige Etappe endet im Nordwesten des Peloponnes in Olympia, wo wir morgen unser Programm im Heiligtum des Zeus in der Landschaft von Elis fortsetzen werden.

Montag, 23. September 2019

Reise nach Sparta, Peloponnes

Ausblick vom Hotel Maniatis in SpartaUmgebung Domaine Bairaktaris, Peleponnes Nach beeindruckenden Exkursionen in Epidaurus und Mykene(1) ist Sparta in der Region Lakonien das Ziel unserer heutigen Etappe. Ehe wir Sparta in ca. 1,5 Std. Fahrzeit ansteuern, besucht unsere Gruppe unweit von Mykene die Domaine Bairaktaris in der Weinregion Menea.(2) Die Reise führt durch Orangenhaine der Argolis sowie durch die einsame Bergwelt und Hochebene von Arkadien nach Lakonien zwischen dem Parnon- und dem Taygetos-Gebirge.


Epidauros, Asklepieion und Mykene in Argolis, Peloponnes(1)

Löwentor MykeneTheater von Epidauros Das heutige Programm auf der Halbinsel Peloponnes startet von Nafplio in Argolis.(2) In Argolis sind drei UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten gelistet, Epidaurus, Mykene, Tiryns, von denen wir die Ausgrabungen von Epidauros und Mykene besuchen.(3) Den Vormittag nutzen wir für Besichtigungen in Epidaurus. Ehe Besucherströme aus Athen eintreffen, sind wir am Morgen im Theater von Epidaurus nahezu exklusive Besucher.


Sonntag, 22. September 2019

Reise von Athen nach Nafplio (Nauplia), Peloponnes

NaupliaKanal von Korinth Von Athen auf dem griechischen Festland geht die Reise weiter nach Nafplio (Nauplia) auf den Peloponnes. Da das Etappenziel nur 140 km entfernt liegt und in 2 Stunden Fahrzeit erreicht wird, nutzen wir den Vormittag für Besichtigungen in Athen.(1) Ungefähr auf halber Wegstrecke erreichen wir den Kanal von Korinth, der seit 1893 das griechische Festland von der ehemaligen Halbinsel Peloponnes trennt, die aufgrund des Kanals zur Insel wurde.(2)
- Fotoserie: Reise nach Nafplio

Stadtrundfahrt Athen und Besuch des Archäologischen Nationalmuseums

Parlamentsgebäude Athen Wachsoldaten am Parlamentsgebäude AthenAntikes Marmor-Stadion Athen

Nach dem gestrigen Akropolis-Tag (Post 21.09.2019) unternimmt unsere Reisegruppe vor der heutigen Weiterreise zum Peleponnes eine geführte Stadtrundfahrt in Athen und verbindet diese mit einem Besuch des Archäologischen Nationalmuseums. Der erste Stop gilt dem ursprünglich 330 v. Chr. aus Marmor errichteten Panathinaiko-Stadion, in dem im antiken Athen jährlich die Panathenäischen Spiele ausgerichtet wurden. Zum Anlass der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit im Jahr 1896 wurde das Stadion als Rekonstruktion des antiken Stadions unter Nutzung antiker Fundamente neu gebaut. Weitere Besichtigungspunkte sind eine mit zahlreichen antiken Relikten dekorierte Station der Metro Athen sowie das Parlamentsgebäude, ehemals Residenz König Ottos I. aus dem Haus Wittelsbach. Auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlamentsgebäude verrichten Wachsoldaten der Evzonen in phantasievoller Uniform ihren Dienst. - Fotoserie Stadtrundfahrt