Unsere Herbstreise mit Exkursionen an Natur- und Kulturschauplätzen nutzt drei Standorte:
- 25.09.-27.09.2026: Elbterrassen zu Brambach im Biosphärenreservat Mittelelbe (Broschüre, PDF) des UNESCO Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe
Brambach ist unser Ausgangspunkt für Besichtigungen des Naumburger Doms und der als Sonnenobservatorium gedeuteten Kreisgrabenanlage Goseck sowie für einen Besuch der Ausstellung Die Schamanin im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. - 27.09.-04.10.2026: Klausdorf in Mecklenburg-Vorpommern
Von Klausdorf aus unternehmen wir Beobachtungen der Kranichrast im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. - 04.10.-11.10.2026: Hüde am Dümmer See in Niedersachsen
vom Standort Hüde setzen wir unsere Kranichexkursionen in der Diepholzer Moorniederung im Dümmer Weserland fort.
Elbterrassen zu Brambach - Fotoserien: Elbeterrassen zu Brambach, Landschaft im Abendlicht und im Morgenlicht
Hotel und Restaurant kennen wir von drei vorhergehenden Aufenthalten und wissen, dass solide Zimmer und eine rustikale Küche zu fairen Preisen geboten werden. Unschlagbar sind die Lage an der Elbe sowie ein nicht planbares herrliches Spätsommerwetter. Morgens und abends halten wir mit unserem Fernglas nach Bibern Ausschau. Immerhin leben 1.200 Biber an der Mittelelbe, von denen sich aber keiner zeigt.
Naumburger Dom St. Peter und Paul - Fotoserien: Naumburger Dom, Westchor mit Stifterfiguren
Den Naumburger Dom haben wir zuletzt auf einer Reise zum Rennsteiglauf 2015 besichtigt (Post: Reise vom Harz über Merseburg und Naumburg nach Schnepfenthal im Thüringer Wald). 2015 sind wir den Rennsteig nicht mehr 73 km gelaufen, sondern haben an dieser Kultveranstaltung nur noch als Wanderer über 35 km teilgenommen und haben auf der Strecke mehr als 1000 m Höhendifferenz bewältigt (Post der Rennsteigwanderung 2015). Unfreiwillig mussten wir mittlerweile auch unsere Wanderleidenschaft stark einschränken, wodurch wir immerhin zusätzliche Zeit für kulturelle Sehenswürdigkeiten gewinnen.
Beschreibungen dieses Posts beschränken sich auf persönliche Eindrücke und einige nicht sichtbare Informationen. Details zur Architektur und zur Ausstattung beschreiben diverse Quellen ausführlich und müssen hier nicht wiederholt werden. Für uns vollkommen nachvollziehbar ist der Komplex des doppelchörigen Naumburger Doms seit 2018 UNESCO‑Welterbe. Diese Auszeichnung verhilft zu verbesserter Infrastruktur, die nicht immer hält, was sie verspricht, aber sie hat auch Einfluss auf Preise. Der Domparkplatz ist kostenpflichtig (2 € pro Std.) und hält immerhin eine geräumige Toilettenanlage vor. Diese ist jedoch geschlossen. Die Erledigung von Bedürfnissen erzeugt nur Probleme, sondern nahezu allen angereisten Besuchern. Das Welterbe startet mit der Note „mangelhaft“, steigert sich aber bis zu Höchstnoten. Der Eintrittspreis beträgt für Erwachsene 9,50 € inkl. Audioguide (den wir nicht nutzen, weil wir uns aktiv informieren). 9,50 € sind nicht wenig, aber im Vergleich zum Kölner Dom günstig. Dort werden 12 € ohne Audioguide aufgerufen und für den Besuch der Domschatzkammer weitere 8 € verlangt.
Ein Höhepunkt des Naumburger Doms ist der Westchor mit den Stifterfiguren des unbekannten Naumburger Meisters. Zur Zeit der Entstehung der Figuren um 1250 waren die dargestellten Personen bereits ca. 200 Jahre tot. Nicht alle Figuren sind eindeutig zu identifizieren. Die sich gegenüberstehenden Markgrafenpaare, Markgraf Hermann I. von Meißen und Reglindis (links) sowie Ekkhard II. von Meißen und Uta von Ballenstedt (rechts), sind als gegensätzliche Charaktere dargestellt (siehe Wikipedia: Naumburger Stifterfiguren).
Die männlichen Stifterfiguren haben alle mehr oder weniger 'Dreck am Stecken' und sind mit Schuld belastet. Vermutlich aus ihren seelenheilgefährdenden Gründen waren sie großzügige Stifter des Doms. Alle Männer haben eine Hand am Schwert und schützen sich hinter Schilden. Keiner der Männer wirkt optimistisch und symbolisiert selbstbewusste Macht, sondern sie wirken eher verdruckst und ängstlich. Hermann und Ekkehard von Meißen sind Brüder. Hermann ist der Ältere der beiden und Nachfolger von Ekkehard I., der als Kandidat des Königsthrons von Konkurrenten ermordet wurde. Er übergab jedoch das Markgrafenamt seinem jüngeren Bruder und zog sich in den Dominikanerorden zurück, nachdem seine Frau Reglindis früh verstarb. Ekkehard II. ließ seinen Schwager Dietrich I., Markgraf der Lausitz, im Streit um Machtansprüche erschlagen. Der Sohn Thimo, obere Reihe rechts, schaut wissend und geringschätzig in Richtung Ekkehard II. Graf Dietmar (wurde einem Anschlag auf Kaiser Heinrichs III beschuldigt und mußte sich im Zweikampf einem Gottesurteil unterwerfen, in dem er unterlag)
Weltberühmt ist die Figur der Uta von Ballenstedt.

















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