Montag, 7. März 2011

New York 2011 reloaded - Großes Kino am Abreisetag

Jasper Johns, Flags
Über Nacht ist die Regenfront abgezogen. Um 6:30 Uhr starten wir zu unserer Abschlussrunde im Central Park. Es ist feucht, wolkig und ziemlich frisch, also ähnlich wie meistens zu dieser Jahreszeit auch in Deutschland. Heute laufen wir noch einmal die Antje-Runde. Wir sind recht gut unterwegs und am Ende einige Minuten schneller als bei unserer Auftaktrunde vorgestern. Den Central Park werden wir vermissen, aber es soll ja kein Abschied für immer sein. Mit etwas Wehmut denken wir an den bevorstehenden Abschied. 1 - 2 zusätzliche Tage wären wir gerne noch geblieben. Immerhin erleben wir heute auf unserer kurzen Kulturreise noch einmal einen Höhepunkt, den wir in dieser großartigen Dimension nicht erwartet haben. 






Sonntag, 6. März 2011

New York 2011 reloaded - Am Tag, als der Regen kam

Am Morgen starten wir wieder kurz vor 7 Uhr zu einer "Antje-Runde" durch den Central Park. Es ist feucht, regnet aber vorerst nicht. Wie bereits gestern finden auch heute im Central Park wieder Radrennen statt. Da motorisierte Fahrzeuge am Wochenende ausgesperrt sind, reicht der Platz auf der Straße für alle. Die Radrennfahrer nutzen die Autospur, alle anderen Freizeitsportler die übrigen Spuren. Zu dieser frühen Zeit ist noch wenig Betrieb. Wir werden sogar häufig gegrüßt, was zu anderen Tageszeiten gegenüber Fremden im Central Park unüblich ist. Kurz vor Ende unserer Einheit laufen wir erneut durch den Streckenabschnitt, auf dem das Ziel des New York City Marathons liegt. Kurz vor dem Hotel erwischt uns ein Regenschauer. Der große Regen soll aber erst am Nachmittag einsetzen.



Samstag, 5. März 2011

New York 2011 reloaded - Kult und Kultur

Unser heutiges Kulturprogramm hat das Metropolitan Museum als Schwerpunkt, das wir bei keinem unserer Besuche in New York auslassen und trotzdem immer wieder spannend bleibt.
Der erste Programmpunkt am Morgen ist ein Good- Morning-Jog im Central Park. Ohne Frühstück und trotz der Regenschauer  machen wir uns auf den Weg. Wenn wir schon einmal hier sind, laufen wir natürlich die große Runde, die wir erstmals Ende 1990 als Antjes Begleiter gelaufen sind und darum als "Antje-Runde" bezeichnen. Damals waren wir noch Runner. Kurz vor unserem Besuch bei Antje in New York sind wir unseren ersten Marathon in Berlin gelaufen und haben eine respektable Endzeit von 3:42 Std. erzielt. Das war der Beginn unserer Marathonkarriere, die unserem Leben nicht nur eine neue Qualität hinzugefügt, sondern insgesamt eine veränderte Richtung gegeben hat. Bei unseren Läufen im im Central Park  wurde uns 1990 sofort klar, dass  wir auch am New City Marathon teilnehmen wollen oder müssen, dessen Ziel im Central Park liegt. Tatsächlich haben wir unseren Vorsatz 1993 und 1994 realisieren können. Das ist nun schon ein paar Tage her. Inzwischen sind wir Jogger und werden ständig von Runnern überholt. Trotzdem hat uns der Lauf auch heute wieder in Hochstimmung versetzt. Diese Runde widmen wir Antje. Danke, Antje! Link zum Laufbericht 1993   Link zum Laufbericht 1994 

Freitag, 4. März 2011

New York 2011 reloaded - Ankunft in einer (oder "der"?) Welthauptstadt

Südlicher Central Park
Time Square
Das Wetter ist am Tag der Anreise winterlich-sonnig, gerade richtig für einen ersten Rundgang durch die Stadt und den Central Park. Nach vier früheren Aufenthalten kommt die Stadt uns vertraut vor, obwohl unser letzter Besuch 11 Jahre zurück liegt. Wir sind uns sicher, dass drei spannende Tage vor uns liegen. Mit der Wahl unseres Hotels haben wir eine gute Entscheidung getroffen. Das Hotel Elyssee befindet sich auf der 54. St. nahe der 4. Av. (Madison). Es liegt zentral und trotzdem ruhig. Zum Central Park, in dem wir morgens joggen wollen, kommen wir in 5 Minuten. Relevante Museen erreichen wir bequem zu Fuß. Das Hotel verbindet den typischen Charme eines alten, kleines Hauses mit gepflegtem Komfort und entspannter Gastlichkeit.

Dienstag, 19. Oktober 2010

New England 2010: Cape Cod - Begegnung mit toten "lebenden Fossilien"

National Seashore Race Point Lighthouse bei Provincetown
Der amerikanische Schriftssteller und Philosoph Henry David Thoreau sagte im 19. Jahrhundert über Cape Cod: „A man may stand there and put all America behind him.” (sinngemäß: „Ein Mann kann dort stehen und ganz Amerika hinter sich lassen.”). Thoreau wanderte damals von einem Ende des großen Outer Beach zum anderen. Heute können Besucher des Naturschutzgebiets Cape Cod National Seashore dieser Route über 65 km  Sandstrand folgen. Auf 176,5 qkm treffen sie auf eine Landschaft mit Stränden, Salzmarschen, glasklaren, durch das Abschmelzen von Eisblöcken entstandenen, tiefen Süßwasserteichen und zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten. Leuchttürme, eine Rettungsstation, Dünenhäuschen, Häuser im Cape-Cod-Stil, Kulturlandschaften und Sümpfe, in denen wilde Moosbeeren wachsen, bilden Wahrzeichen des Lebens auf Cape Cod.
Link: Informationen zur National Seashore



Montag, 18. Oktober 2010

New England 2010: Friedhofskultur - soziologisch betrachtet

Vine Hill Cemetery, Plymouth, Massachusetts
In fremden Kulturräumen besuchen wir gerne Friedhöfe, weil wir dort einiges über die Lebenden und ihren Umgang mit ihren Toten erfahren können. Die Friedhöfe von Plymouth an der Küste sowie von Provincetown auf Cape Cod dürften zu den ältesten Friedhöhen der USA zählen. Sie gehen zurück auf die Bestattungen der ersten Siedler zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Die alten Grabsteine sind noch erhalten, aber wegen ihrer Verwitterung ohne konservatorische Maßnahmen nicht lesbar. Eine klare Ordnung oder Ausrichtung, wie sie bei uns üblich ist und auf Soldatenfriedhöfen besonders prägnant ausfällt, ist bestenfalls zu ahnen. Zu erkennen sind jedoch Gruppen von Einzelgrabsteinen, deren Anordnung eine Zusammengehörigkeit andeutet.




Sonntag, 17. Oktober 2010

New England 2010: Cape Cod - New England in hoch konzentrierter Dosis

Die letzte Station unserer Reise ist erreicht. Die Anreise von Plymouth bis zu der kleinen Ortschaft Chatham auf Cape Cod ist nur kurz. Das herrliche Spätsommerwetter lädt zu einer kleinen Erkundungsfahrt vor dem Einchecken im Bradford Inn ein.
Die Anreise durch den südlichen Teil von Cape Cod hat uns trotz der warnenden Hinweise unseres Reiseführers erschreckt. Bis zu der Ortschaft Yarmouth liegt an unserer Route über 20-30 km eine Abfolge von Shopping Malls, Tankstellen, Gewerbebetrieben, Fun Parks, Fastfood-Buden (das Wort "Restaurant" verbietet sich) und massenweise "Seafood Restraurants", die bei näherer Betrachtung lediglich Imbisse für Fish & Chips sind. Diese Einrichtungen mögen teilweise sinnvoll oder nützlich sein, aber ein Urlaubsaufenthalt käme in dieser Umgebung einem Straflager gleich.

Samstag, 16. Oktober 2010

New England 2010: Plymouth, MA - Pilgrims, Mayflower, The Rock und King Philip

Replik der Mayflower
Die Zimmerpreise am Wochenende haben uns davon abgehalten, von den White Mountains gleich nach Cape Cod zu fahren. Plymouth hat sich für eine Zwischen- übernachtung angeboten, weil Cape Cod "vor der Tür" liegt und die Stadt interessant zu sein verspricht.
Seriöse Forschungen amerikanischer Frühgeschichte streben wir in unserem Urlaub nicht an, aber ein wenig in der Geschichte der Kolonialisierung zu stöbern, reizt uns durchaus. Immerhin hat seit 1620 die Besiedlung New Englands hier ihren Ausgang genommen, weshalb hier auch einige tiefe Wurzeln der Geschichte der USA liegen. Die ersten Siedler haben mit dem Segelschiff "Mayflower" 1620 den Kontinent erreicht, weshalb die Mayflower als Symbol für den Aufbruch in eine neue Welt steht. Ein Nachbau dieses Schiffes liegt im Hafen von Plymouth und wird Touristen für 10 $ p.P. als "Museum" verkauft. Wir verzichten auf diese folkloristische Attraktion. Unser kurzer Aufenthalt in Plymouth ist auch eine Zeitreise in diese Geschichte, deren Interpretation selbstverständlich höchst subjektiv ist. Aber wie könnte das auch anders sein, wenn Erkenntnis auf Erfahrung beruht und Erfahrung die Verdichtung des Erlebten ist?

Freitag, 15. Oktober 2010

New England 2010: Appalachian Trail und Thru-Hiker

Das Non plus ultra aller Trails im Osten der USA ist der Appalachian Trail (AT), mit einer Länge von 3.440 km einer der weltweit längsten Fernwanderwege. Der AT beginnt in Springer Mountain, Georgia, zieht sich durch 14 Staaten der USA und endet am Mount Katahdin, Maine.
Thru-Hiker legen auf der Wanderung ihren bürgerlichen Namen ab und geben sich einen Trailnamen. Dahinter steckt mehr als ein Gag. Thru-Hiker verlassen für die Wanderschaft nicht nur ihr bürgerliches Leben. Es heißt von ihnen, dass sie auf ihrer Wanderung eine tiefe Selbsterfahrung und eine Metamorphose der eigenen Persönlichkeit erleben, die sie als eine andere Person ankommen lassen. Wir glauben das gerne und verneigen uns mit Ehrfurcht. Ein wenig Neid ist auch dabei.
Ein Trail dieser Dimension hat selbstverständlich eine gute Webseite: Appalachian Trail

Donnerstag, 14. Oktober 2010

New England 2010: The World's Worst Weather in den White Mountains der Appalachen?

Laut Fall Foliage Report befindet sich die Reife der Verfärbungen im diesen Teil New Hampshires auf dem Höhepunkt, was wir gestern auf unserer Anreise von Bar Harbor nach Jackson in den White Mountains auch wahrnehmen konnten. Das Wetter nimmt leider noch immer keine Rücksicht auf unsere Urlaubsplanung. Es schickt uns eine Regenfront, die den Indian Summer vorerst absagt und unsere Outdoorpläne durchkreuzt.
Offizielle Tourismus-Webseite NH mit Foliage Report - Link: Google-Foto