Sonntag, 25. August 2013

Südtirol 2013 - Karthaus präsentiert Kunst in der Kartause von Martin & Josef Rainer

Dorfplatz, überbautes Priorhaus, Martin-Rainer-Brunnen
Auf dem Weg zu einer Wanderung im Pfossental (Post vom 22.08.2013) unternehmen wir einen Abstecher nach Karthaus im Schnalstal. Das Dorf ist aus der Klosteranlage Allerengelberg hervorgenagen, die Mönche des Kartäuserordens ab 1326 errichteten. 1782 wurde das Kloster im Kontext josephinischer Reformen aufgehoben, verkauft und zerstückelt. Ein großer Brand ließ im Jahr 1924 von der ehemaligen Klosteranlage nur noch wenig übrig. Erhalten blieben u.a. Teile der großen Klostermauer, innerhalb der mehrere Privathäuser unter Ausnutzung restlicher Bausubstanzen des ehemaligen Klosters errichtet wurden.
Besucher verspüren im Dorf eine besondere Atmosphäre vergangener Zeiten. Wir treffen zwar auf zeitgemäß typische Bauarchitekturen, aber auch auf eine untypische Ortsstruktur, die von der ehemaligen Klosteranlage vorgegeben ist. Bei genauerer Betrachtung ist zu erkennen, dass neben Kirche und Klostermauer einige Reste des ehemaligen Klosters teilweise die aktuelle Bauarchitektur durchdringen. Der historische Klosterhof ist heute Hauptplatz des Dorfes, an dem das Priorhaus erhalten ist. Durch die offene Pforte des Priorhauses gelangen wir in den Innenhof des ehemaligen Klosters, dessen oberer Kreuzgang für hochrangige Kunstausstellungen unter dem Label 'Kunst in der Kartause' genutzt wird. Diashow der Fotoserie

Samstag, 10. August 2013

Südtirol 2013 - Grächen im Wallis: Anreise, Haus Birke, Grächen

Brunegghorn, Bishorn, Weisshorn aus Richtung 'Birke'
Über 'Ferragosto' flüchten wir für eine Woche aus Südtirol in die Walliser Alpen. "Heute ischt Ferragoschto, dees ischt des Schlimmschte", warnt uns die Kassiererin an der Tankstelle am Morgen unser Abreise. Wir sind im Bilde, aber in der Schweiz gehen am Wochende unserer Anreise die Sommerferien zu Ende, so dass auch in den Westalpen mit viel Verkehr zu rechnen ist. In Anbetracht einer langen Anreise auf Landstraßen über immerhin 4 Alpenpässe (Ofenpass, 2.149 m, Flüelapass, 2.883 m, Oberalppass, 2.044 m und Furkapass, 2.449 m) brechen wir um kurz nach 5 Uhr in Völs am Schlern auf und treffen gegen 14:00 Uhr am Zielort ein. Als Standort haben wir 'Grächen' gewählt, eine ca. 1.600 m hoch liegende Ortschaft am Osthang des Mattertals, unweit von Zermatt. Einen füchtigen Eindruck konnten wir von Grächen im Jahr 2004 gewinnen. Der Ort war ein Etappenziel auf unserer abenteuerlichen Wanderung um die Monte Rosa ('Tour Monte Rosa') und wirkte auf uns so sympathisch, dass wir uns eine Rückkehr vorgenommen haben. Neun Jahre sind inzwischen vergangen, aber nun sind wir eingetroffen. Diashow der Fotoserie

Mittwoch, 31. Juli 2013

Südtirol 2013 - Rundfahrt Sterzing, Sarntaler Alpen, Kastelruth

Neustadt in Sterzing mit Zwölferturm und Nepomukfigur
Nach der langen Wanderung durch den Rosengarten am Vortag (Post vom 30.07.2013)  melden die Kniegelenke Ruhebedarf. Untätig wollen wir nicht bleiben und nutzen darum den Pausentag für Besichtigungen in der Umgebung von Völs am Schlern. Wir fahren im Eisacktal über die alte Bischofsstadt Brixen hinaus nach Norden. Nördlich des nach Osten abzweigenden Pustertals folgen wir weiter der Eisack, aber das Tal heißt nun über die Grenze nach Nordtirol hinaus Wipptal. Kurz vor dem Brennerpass erreichen wir unser erstes Tagesziel, das Städtchen Sterzing (ital. Vipiteno). Für die Rückfahrt wählen wir eine für uns noch unbekannte Route über das Penser Joch (2.221 m) in den Sarntaler Alpen, eine Berggruppe, die sich von Sterzing nach Süden bis Bozen erstreckt und vom Passeiertal im Westen sowie vom Eisacktal im Osten eingegrenzt ist. Zuletzt unternehmen wir einen Abstecher nach Kastelruth. Diashow der Fortoserie

Samstag, 27. Juli 2013

Südtirol 2013 - Prackfoler Hof bei Völs am Schlern und die nähere Umgebung

Prackfoler Hof über dem Tierser Tal mit Rosengarten
Auf der Suche nach einer Unterkunft im Raum der westlichen Dolomiten sind wir auf den Prackfoler Hof aufmerksam geworden, der ebenso wie der Nachbarhof, Gemoaner Hof, seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen ist. Beide Höfe liegen am Oachner Höfeweg, eine Wanderroute zwischen den Orten Prösels und St. Kathrein, die auf historischen Pfaden über interessante Höfe führt.
Wie viele historische Bauernhöfe Südtirols befindet sich auch die Hofanlage des Prackfoler Hofs in einer isolierten Lage. Der Hof versteckt sich nahezu auf Ausläufern des Schlerngebiets an einem Hang des Tierser Tals zwischen den kleinen Siedlungen Völser Aicha und Prösels, die das imposante Schloss Prösels dominiert. Eine gute touristische Infrastruktur bieten im Umfeld einige etwas größere Orte, wie Völs am Schlern, Seis am Schlern und Kastelruth. Diashow der Fotoserie


Samstag, 20. Juli 2013

Südtirol 2013 - Prokulus Kirche und Museum in Naturns - Frühe Kulturgeschichte im Vinschgau

St. Prokulus modern interpretiert am Prokulus Musuem
Am Umzugstag vom ‚Falatschhof’ im Obervinschgau nutzen wir die Zeit bis zum Bezug des ‚Ferienhauses Falzrohr’ im Mittelvinschgau  für einen Besuch der Prokulus Kirche und des gleichnamigen Museums in ‚Naturns’. Wir haben das Glück, dass zum Zeitpunkt unseres Besuchs eine Führung stattfindet. Der Führer erweist sich als profunder Experte und unterhaltsamer Plauderer, der sensibel und humorvoll auf die unterschiedlichen Voraussetzungen von Besuchern eingeht und auf Fragen keine Antworten schuldig bleibt. Diashow der Fotoserie
Diashow weiterer Motive in Naturns







Südtirol 2013 - Falzrohr, Tschars und Vinschgau - mit Blick nach links und rechts auf gestern und heute

Ferienhaus Falzrohr bei Kastelbell-Tschars
Das Ferienhaus Falzrohr in der Region Kastelbell-Tschars kennen wir seit dem Vorjahr. Diese aus dem Standardangebot weit herausragende Unterkunft konnten wir uns auch in diesem Jahr leider erneut nur für eine Woche sichern. Der Falzrohr Hof am Vinschger Sonnenberg ist als Hofanlage einer Streusiedlung einzuordnen, wie sie im gesamten Alpenraum anzutreffen sind. Typisch für den Vinschgau sind die Lage des Hofes zwischen Waalen, (Kanäle eines weit verzweigten Bewässerungssystems) sowie die terrassierten Anbauflächen, auf denen in der Vergangenheit Getreide angebaut wurde. In der Gegenwart dominiert unterhalb einer Höhe von bis zu ca. 1.000 m (darüber liegen Almen) Obstanbau. Während in Nebentälern der Anbau von Beerenfrüchten zunimmt, gewinnt unter Bedingungen der klimatischen Veränderungen der Anbau von Wein im Haupttal an Bedeutung. Im Bozener Becken wird dagegen der Weinbau problematisch, weil unter intensiver Sonneneinwirkung Weine hohe Alkoholwerte erreichen, die für den Geschmack nachteilig sind. Diashow der Fotoserie

Mittwoch, 10. Juli 2013

Südtirol 2013 - Kulturspaziergänge im Obervinschgau

Burgruine Lichtenberg
Neben Wanderungen und Bergtouren lieben wir im Vinschgau Kulturspaziergänge. Der Vinschgau ist nämlich eine kulturelle Schatzkammer, die Zeitreisen über Jahrtausende ermöglicht. Auf jeder Reise in den Vinschgau finden wir für uns neue Kulturschätze. Im Obervinschgau entdecken wir in diesem Jahr Ansitz Plawenn und Schloß Tschengelsburg. Diashow der Fotoserie
  • Nach umfassender Restaurierung wird Schloß Tschengelsburg seit dem Jahr 2011 als Kultur- und Dorfgasthaus genutzt. 
  • Der Ansitz Plawenn in der Fraktion Plawenn ist in der Höhe von 1.730 m der höchstgelegene bewohnte Adelssitz im Alpenraum. Bemerkenswert ist zudem, dass dieser 'Ansitz' seit dem 12. Jahrhundert von den 'Freisassen' von Plawenn bewohnt wird.
  • Über die Burgruine Lichtenberg haben wir bereits im Vorjahr berichtet (Post vom 19.07.2012), konnten aber die Ruine nur von außen besichtigen. Bei unserem Besuch in diesem Jahr ist die Ruine zugänglich. Aktitväten der angekündigten Restaurierung sind nicht zu erkennen.

Sonntag, 30. Juni 2013

Südtirol 2013 - 'As you like it' - ein Auftakt nach Maß

Ferien-Appartements Falatschhof (wir wohnen oben rechts)
Unsere Anreise zum Falatschhof in Sichtweite zu der eindrucksvollen Kleinstadt Glurns stand gestern unter dem Eindruck eines breiten Regengebietes, das von Deutschland bis über den Alpenraum reichte und erst an der Grenze nach Italien schwächer wurde. Heute weckt uns am Morgen Sonnenschein über den Bergen Südtirols. Ein Hochgefühl stellt sich ein und verbündet sich mit dem dringenden Wunsch, in die Berge zu gehen. Wir wissen jedoch, dass wir nach unserer fünfwöchigen USA-Reise zunächst wieder unsere Fitness verbessern müssen, damit sich auf Bergtouren auch der erwartete Genuss einstellt. Wir starten mit einer Walking-Runde, von der wir nach etwas mehr als einer Stunde euphorisiert zurückkehren. Das anschließende Wanderprogramm beschränkt sich heute auf eine technisch einfache, aber hinsichtlich ihres Erlebniswertes großartige Waalweg-Runde, die nach Entdeckung im vorigen Jahr eine Ergänzung der Liste unserer Lieblingswege motivierte. Post der Wanderung vom 30.06.2013 

Samstag, 29. Juni 2013

Südtirol 2013 - Übersicht der Standorte


Eine oft geträumte Vision können wir in diesem Jahr realisieren. Über 10 Wochen (29.06.-07.09.2013) halten wir uns für einen großen Anteil der Sommermonate in den Bergen des südlichen Alpenraums auf. Um unsere Aktivitäten abwechslungsreich zu gestalten und bewährte mit neuen Erfahrungen zu mischen, verteilen wir den Zeitraum auf 5 Standorte. 3 dieser Standorte kennen und schätzen wir. 2 weitere Standorte kennen wir zwar aufgrund weiter zurück liegenden Reisen, aber die Unterkünfte sind neu für uns.

Donnerstag, 28. März 2013

'Südwestpassage' - Rundreise im Südwesten der USA, Frühjahr 2013

Bisti Badlands/De Na Zin Wildernes (Foto Tom Parker, Kansas, USA)
Faszinierende Eindrücke einer im Frühjahr 2012 durchgeführten Reise durch den Westen und Südwesten der USA motivieren zur Fortsetzung und Vertiefung dieser Eindrücke mit weiteren Reisen. Schon bald nach der Rückkehr von unserer USA-Reise 2012 beginnen wir die Planung einer neuen Reise, bei der wir u.a. 'Wilderness Areas' kennenlernen wollen, auf die wir erst im Rahmen der Reise 2012 aufmerksam geworden sind. 'Wilderness Areas' sollen als  Naturschutzgebiete grundsätzlich vor menschlichen Eingriffen unbeeinflusst bleiben und verfügen im Unterschied zu 'Parks' über keine touristische Infrastruktur wie Straßen, Trails, Unterkünfte, Campingplätze oder sonstige Einrichtungen. Der Besuch von 'Wilderness Areas' bedarf gründlicher Vorbereitungen, die uns mehrere Monate beschäftigen. Ein Besuch unterliegt nämlich nicht nur z.T. Restriktionen, sondern ist auch nicht risikofrei. Zugangsbedingungen, Highlights, Routen, Zeitbedarf sowie generelle und spezielle Risiken oder Schwierigkeiten gilt es im Vorfeld zu recherchieren, bei Planung und Ausrüstung zu berücksichtigen und während eines Besuchs unter Kontrolle zu halten. Ein Wander-GPS mit entsprechendem Kartenmaterial ist unabdingbar, wenn man in diesen einsamen Landschaften nicht verloren gehen möchte. Selbsterklärend ist diese Technik nicht. Sie verlangt Einarbeitung.
Neben 'Wilderness Areas' wollen wir Überreste der weitgehend durch europäische Besiedlung Nordmerikas zerstörten 'Anasazi-Kultur' aufsuchen (z.B. 'Chaco Culture' (engl.) oder 'Canyon De Chelly' (engl.)), auf die wir im 'Mesa Verde National Park' (engl.) im vergangenen Jahr aufmerksam geworden sind.    
Regionale Schwerpunkte unserer Reise liegen in den Staaten New Mexico, Arizona und Californien. In Utah zieht es uns zu Plätzen, die uns 2012 so beeindruckt haben, dass wir zurückkehren müssen. Über unsere Reise führen wir ein Reisetagebuch in Form eines Blogs unter dem Titel 'Suedwestpassage USA'. In dem Blog ist bereits ein Post mit einem Überblick und Kurzbeschreibungen der Etappen eingestellt. Im Verlauf der Reise werden sukzessive weitere Posts über unsere Reiseerlebnisse ergänzt.