Samstag, 7. August 2010

Kanada 2010: Läuferglück im faszinierenden Vancouver

Freitag, 06.08.2010
Soviel vorab: Unsere Skepsis, die vor einigen Tagen bei der Durchfahrt aufgekommen ist, hat sich nicht nur sofort in Wohlgefallen aufgelöst, sondern im Laufe der beiden Tage in Begeisterung verwandelt. 
Wenn es etwas zu kritisieren gibt, ist es die Verkehrssituation bzw. die Verkehrspolitik, die dem Verkehrsaufkommen der Stadt und der Umgebung nicht gewachsen ist. Die Straßen sind zwar in Vancouver überwiegend als Einbahnstraßen ausgelegt, was sich uns nicht als Vorteil erschlossen hat, sondern im Gegenteil die Orientierung für Ortsunkundige zusätzlich kompliziert. Da wir jedoch mit einem mobilen Navi reisen und das Mietfahrzeug bei der Ankunft zurückgegeben haben, hat uns diese Thematik nicht weiter beschäftigt.



Donnerstag, 5. August 2010

Kanada 2010: Vancouver Island - das Beste zuletzt!

Mittwoch, 04.08.2010: Ankunft im Pacific Rim NP (Link zur offiziellen Webseite)
Unser Hauptziel auf Vancouver Island ist der Pacific Rim National Park. Dieser umfasst Teile der Küste mit vielen vorgelagerten Inseln sowie mehrere Landstreifen, auf denen überwiegend ein undurchdringlicher Regenwald wächst. Große Teile des Kerngebietes sind entweder gar nicht zugänglich oder der Zugang ist streng limitiert. Den "West Coast Trail" sind wir nicht gegangen, leider! Er gilt als eine der härtesten Wanderrouten Kanadas, auf der pro Tag 52 Wanderer zugelassen sind, die sich über mindestens eine Woche vollständig selbst versorgen müssen. 






Mittwoch, 4. August 2010

Kanada 2010: Skurriles Sightseeing auf der Fahrt von Victoria nach Tofino

Trans Canada Highway bei Whippletree Junct
Unser Hauptziel auf Vancouver Island ist der Pacific Rim National Park an der Westküste der Insel. Als Standort haben wir den Ort Tofino bzw. eine Lodge in dessen Nähe gewählt. Von Victoria auf der Ostseite der Insel sind es bis zu unserem Ziel ca. 320km, für die unser Navi eine Fahr- zeit von 5:20 Std. ermittelt. Die ersten 120km unserer  Route führen längs der Küste entlang nach Norden. Auf der Strecke liegen schöne Aussichtspunkte und kuriose Ortschaften, die wir uns anschauen wollen. Um uns Zeit für diese Sehenswürdigkeiten nehmen zu können, starten wir bereits um 7:30 Uhr in Victoria. Wir sind wieder auf dem Trans Canada Highway unterwegs, der in Victoria seinen Ausgangspunkt hat, aber zwischen Nanaimo und Vancouver von der Wasserstraße "Strait of Georgia" unterbrochen wird. Mehrfach weisen Schilder darauf hin, dass wir uns auf einer Wine Route bewegen, was ein Blick in unsere Karte bestätigt.



Dienstag, 3. August 2010

Kanada 2010: Von Whistler nach Vancouver Island

Die Fähre, die uns von Vancouver-Tsawassen zur Swartz Bay von Vancouver Island bringen wird, haben wir bereits in Deutschland für 11:00 Uhr gebucht. Um 6:30 Uhr starten wir in Whistler und fahren auf einer sehr schönen Route über Squamish am Howe Sound entlang bis zu der fjordartig zerklüfteten Küste, die wir an der Horse Shoe Bay nördlich von Vancouver erreichen. Da unsere Fähre südlich von Vancouver ablegt, können wir uns auf der Fahrt durch Vancouver einen ersten Eindruck von der Stadt verschaffen. Was wir sehen, vermag uns nicht positiv für Vancouver einzunehmen. Eine abschließende Meinung wollen wir uns in einigen Tagen bei unserem Aufenthalt in Vancouver bilden.

Samstag, 31. Juli 2010

Kanada 2010: Whistler - British Columbia is Bear Country!

Samstag, 31.07.2010
Den heutigen Tag haben wir zum "lazy saturday" erklärt. Nach einer ausgiebigen Nachtruhe und einem kleinen Frühstück auf dem Zimmer wollen die Infrastruktur von Whistler mit der näheren Umgebung erkunden und eine Laufstrecke für den nächsten Tag finden. 

Aus den am Vortag beschafften Informationen geht hervor, dass die Gemeinde Whistler entschieden hat, mit den Bären zu koexistieren, d.h. die Stadt offen und zugänglich zu halten, damit die Bären durchlaufen können. Bären sollen jedoch nicht durch unnatürliches Futter und Abfälle zum Bleiben verführt werden. Dieses Programm klingt durchaus sympathisch, könnte aber auch Stress für unerfahrene Touristen provozieren, zumal in dem Gebiet der Gemeinde Whistler immerhin ca. 100 Schwarzbären leben sollen. Kaum haben wir das touristische Zentrum verlassen, um im Umfeld eine Laufstrecke zu finden, kreuzt ein Bär unseren Weg, kommt uns auch noch entgegen, dreht aber kurz danach ab und setzt seinen ursprünglichen Weg fort. Gegen Giselas ausdrücklichen Protest konnte ich die Szene noch in einem Foto festhalten. Wir haben uns danach entschlossen, den Weg durch Nebenstraßen nicht fortzusetzen, sondern über belebtere Straßen zurück zu gehen. Wenige Minuten später begegnet uns schon wieder dieser Bär, nachdem er offensichtlich eine Abkürzung genommen hat. Zum Glück ignoriert er uns.

Freitag, 30. Juli 2010

Kanada 2010: Ein langer Ritt von den Rocky Mountains nach Whistler

Inukshuk von Whistler
Unsere Route von Banff nach Whistler führt über den "Trans-Canada Highway" (HWY 1). Das transkontinentale kanadische Verbindungssystem ist mit über 7.000 km eine der weltweit längsten Straßenverbindungen. Eine spezielle Webseite umfasst mehr als 3.500  Streckeninformationen: Webseite Trans-Canada Highway 
Die Strecke ist recht gut ausgebaut, weitgehend kreuzungsfrei und oft vierspurig. Abschnitte mit Gravel Road bilden die Ausnahme. Unsere Etappe von 800 km konnten wir inkl. Pausen in 11 Stunden bewältigen. Auf dem Weg wurde uns eine Stunde geschenkt, weil die Pacific Standard Time in British Columbia eine Stunde hinter der Mountain Standard Time der Provinz Alberta liegt. Daher liegen zwischen unserem Start um 5:30 Uhr in Banff und der Ankunft in Whistler um 15:30 Uhr nur 10 Stunden. 




Mittwoch, 28. Juli 2010

Kanada 2010: Banff in den kanadischen Rocky Mountains

Montag, 26.07.2010
Air Canada hat uns von San Francisco nach Calgary geflogen. Ansprüche an Pünklichkeit, Komfort und Service waren bei dem Preis des Flugs nicht zu berücksichtigen.
Nach Übernahme des Mietautos sind wir noch 130 km weiter in die kanadischen Rocky Mountains gefahren und durften an der Grenze zum Nationalpark erst einmal ein Eintrittsgeld von 80 CAD (ca. 62€) entrichten. Diese Gebühr gilt aber auch gleichzeitig für die angrenzenden Nationalparks Jasper, Yoho und Kootenay, die sich zusammen mit dem Banff N.P. über eine Fläche von 20.238 qkm ausdehnen (entspricht etwa der Fläche von Hessen).
Gegen 19:00 Uhr Ortszeit treffen wir in Banff ein, wo wir für die nächsten vier Tage ein Quartier in der "Delta Royal Canadien Lodge" beziehen. Banff ist eine nette Kleinstadt mit ca. 6.000 Einwohnern und das touristische Zentrum des Banff National Parks. Bei jährlich mehr als fünf Millionen Besuchern ist der Ort natürlich in der Hochsaison ziemlich busy und die Parkverwaltung hat ebenfalls alle Hände voll zu tun, um die Verkehrsströme unter Kontrolle zu halten. Die Größe der Parkfläche und die Menge der Freizeitoptionen verdünnt die Masse jedoch täglich bis hin zu homöopathischen Dosierungen. (Link zur offiziellen Webseite)

Samstag, 24. Juli 2010

USA 2010: San Francisco - City, Waterfront und Golden Gate Bridge

Skyline San Francisico Embarcadero mit Transamerica Pyramid (links) und Coin Tower (rechts)
Vor 20 Jahren waren wir mit Antje in San Francisco. Von dem Aufenthalt haben wir noch intensive positive Erinnerung und sehen der Rückkehr mit freudiger Erwartung entegegen.

Unser Hotel liegt absolut zentral in Downtown, so dass wir das Mietauto bei der Ankunft zurückgeben konnten. Nach den vorausgegangenen beschaulichen, naturnahen Tagen haben wir Donnerstag und Freitag San Francisco zu Fuß erkundet und mussten feststellen, dass uns die Stadt fremd ist und eher abstößt. Fisherman's Warf ist ein Rummelplatz übler Sorte, den wir schnell wieder verlassen. Attraktive Viertel gibt es selbstverständlich auch, z.B. das historische Viertel in der Gegend des Telegraph Hills / Coin Towers bzw. North Beach rund um die Columbus Avenue und die Lombard Street. Zum Ausgehen lädt insbesondere der attraktive Stadtteil Fillmore ein.

Donnerstag, 22. Juli 2010

USA 2010: Von Sonoma nach San Francisco


Gisela im Muir Reedwood Park
Sonoma haben wir in nur zwei Tagen schätzen gelernt. Nun müssen wir den Ort nach einem sehr schönen morgendlichen Lauf mit Wehmut  verlassen.  Wir sind entschlossen wiederzukommen. Vielleicht auch in Verbindung mit einem Marathon im Nappa Valley oder in San Francisco. Zunächst steht aber der Nachweis aus, dass wir überhaupt noch in der Lage sind, einen Marathon zu laufen.
Auf dem Weg in Richtung San Francisco bietet sich die Gelegenheit, den Muir Redwood State Park zu besuchen. Vor 20 Jahren sind wir bereits von unserer Freundin Antje, die inzwischen in Australien lebt, in den Muir Redwood S.P. begleitet worden, so dass mit diesem Besuch ein tief in unserer Erinnerung verborgenes Bild dieser Landschaft von der Patina des Vergessens befreit werden kann. Der Park ist noch immer außerordentlich eindrucksvoll und der Besuch nicht nur ein "must do" für alle Durchreisenenden, sondern auch für viele dort lebenden Amerikaner. Wer zu spät anreist, den bestraft auch hier das Leben. Ab 10:00 Uhr werden Parkplätze knapp, was jedoch uns als Frühaufsteher nicht betrifft. Link zur offiziellen Webseite des "Muir Woods National Monument"

Mittwoch, 21. Juli 2010

USA 2010: Über Monterey nach Sonoma in den Winelands

Karlheinz am Coastal Trail, Monterey
Auf der Fahrt von Big Sur in die Winelands haben wir auf einer kleinen Runde durch Carmel Clint Estwood nicht angetroffen. So sind wir dann weiter nach Monterey gefahren, um in 20 Jahre alten Erinnerung zu schwelgen. Das Foto am Monterey Coastal Trail ist speziell Antje gewidmet, mit der wir vor 20 Jahren auf dem Weg zum Yosemite NP in Monterey übernachtet und die Chance genutzt haben, auf der Route zu joggen. Wir waren jedenfalls damals noch jung, schön und schnell, was wir heute nicht mehr beanspruchen. Trotzdem hat sich unterwegs die Idee eingestellt, den Big Sur Marathon laufen zu wollen. Die Strecke ist zwar anspruchsvoll, aber ein derartig belohnendes  Ziel rechtfertigt größere Anstrengungen. Den Gedanken an eine Realisierung werden wir verfolgen. Es ist einfach sehr schön, Träume zu haben und diese auch mitunter zu realisieren (Webseite Big Sur Marathon