

Theater und Asklepieion von Epidauros - Fotoserie Epidauros




Die eigentliche Bestimmung dieses Heiligtums diente der Heilung psychosomatischer Erkrankungen. Erkrankte wurden für unbestimmte Zeiträume in Sanatorien des Heilgtums aufgenommen, um Kulthandlungen, Kuren und Heilschlaf zu praktizieren. Wenn mit Hilfe von Priestern und Orakeln der Zeitpunkt einer Heilung erwartet wurde, schliefen Kranke im Abaton und wurden von ihren Leiden befreit. Ob der Heilungserfolg von Göttern herbeigeführt wurde oder aus einer Mischung von Kurbehandlungen, Autosuggestion und Selbstheilungskräften resultierte, ist für Heilung Suchende unmaßgeblich. Nur der Erfolg zählt. Das antike Asklepieion war berühmt für seine Heilerfolge. Diese stellten sich jedoch nicht immer ein und konnten auch nicht garantiert werden. Falls Kranke nach mehreren Monaten Aufenthalt den Zeitpunkt einer Heilung nicht erreichten, erklärten Priester, dass sich die Götter von dem betroffenen Erkrankten abgewendet hätten, daher keine Heilung möglich sei und der Erkrankte das Asklepieion ohne Heilung verlassen müsse.
Besichtigung der bronzezeitlichen Burganlage von Mykene - Fotoserie Mykene







Anmerkungen
- Charakteristische Merkmale und Besonderheiten der Antike trägt ein separater Post strukturiert zusammen: Athen und Griechenland im Zeitraster - Architektur der Polis - Genealogie der griechischen Götterwelt - Kriegskultur
- Die Reise nach Nafplio beschreibt ein Post vom 22.09.2019: Reise von Athen nach Nafplio
- Das antike Argolis war eines der bedeutendsten Zentren Mykenischer Kultur. Benannt ist Argolis nach der Stadt Argos, bis zum Beginn des 6. Jh. v. Chr. die mächtigste Polis auf dem Peloponnes, ehe sie von Sparta abgelöst wurde. Argos gilt als die älteste kontinuierlich besiedelte Stadt Europas.
- Asklepios (deutsch Äskulap), Sohn des Apollon und der Koronis, ist in der griechischen Mythologie der Begründer der Heilkunst. Das Symbol der Schlange, die sich um den Äskulapstab windet, weist Asklepios als von der Erde abstammende chthonische Gottheit aus.
- Geschichtswissenschaftlich lässt sich weder die Existenz eines Königs Agamemnon noch der Dichter Homer als Autor der Ilias und der Odyssee belegen. Seit der Spätantike findet eine bis heute nicht abgeschlossene Diskussion über die Homerische Frage statt. Strittig sind die Historizität und Lokalisierung von Troja.
- Post vom 22.09.2019: Stadtrundfahrt Athen und Besuch des Archäologischen Nationalmuseums
- Kurzfassung der Agamemnon-Elektra-Orestes-Mythologie:
Gemäß Mythologie war Agamemnon in Mykene mit Klytaimnestra verheiratet. Kinder dieser Ehe sind die Töchter Iphigenie und Elektra sowie die Söhne Orestes und Chrysothemis. Als König von Mykene und Heerführer der Allianz der Achaier im Trojanischen Krieg stellte Agamemnon lt. Schiffskatalog der Ilias 100 Schiffe für den Kampf gegen Troja bereit, mehr als jeder anderer Held oder jede andere Polis. Die Schiffliste zeigt Agamemnons Größe und Macht. (Anmerkungen zu Homers Schiffskatalog von Michael Siebert: Homers Schiffskatalog: Flottenschau vor dem "Seevölkersturm" (PDF))
Die Flotte der Achaier kann jedoch nicht auslaufen, weil Agamemnon den Zorn der Göttin Artemis erregt hat, als er einen Hirsch in ihrem heiligen Hain getötet hat und sich dann auch noch als besserer Jäger im Vergleich mit Artemis rühmte. Artemis rächt sich, indem sie Schiffe der Flotte mit Gegenwind festhält, sodass der Krieg gegen Troja zunächst nicht beginnen kann. Agamemnon befragt den Seher Kalchas, wie Artemis zu besänftigen sei. Kalchas empfiehlt Agamemnon, dessen Tochter Iphigenie der Göttin Artemis zu opfern, wozu Agamemnon bereit ist. Artemis erbarmt sich. Auf dem Altar tauscht sie Iphigenie gegen eine Hirschkuh aus, entführt Iphigenie nach Tauris und stoppt den Gegenwind. Der Trojanische Krieg kann stattfinden.
Während Agamemnon mehr als 10 Jahre gegen Troja kämpft, legt sich dessen Frau Klytaimnestra einen Liebhaber zu, Aigisthos. Nach siegreicher Beendigung des Trojanischen Kriegs kehrt Agamemnon mit der trojanischen Seherin Kassandra (Tochter des Priamos) nach Mykene zurück. Klytaimnestra und ihr Geliebter Aigisthos ermorden Agamemnon und Kassandra. Aigisthos will auch Orestes töten, der jedoch gerettet und fern der Heimat von Strophios, König von Phokis, aufgezogen wird.
Elektra fordert Rache für den Mord am Vater und bittet ihren Bruder Orestes um Hilfe. Orestes zögert lange und befragt schließlich das Orakel von Delphi, das ihm zur Rache rät. Nach langjähriger Abwesenheit kehrt Orestes inkognito nach Mykene zurück. Nach kompliziertem Verwirr- und Versteckspiel gibt sich Orestes seiner Schwester Elekra zu erkennen und tötete seine Mutter Klytaimnestra samt ihrem Liebhaber Aigisthos.
Da Muttermord als schlimmstes aller Verbrechen gilt, beginnt in der Mythologie für Orestes eine Serie neuer Abenteuer, durch die er sich vom Muttermord reinigen musste. Schließlich kehrt Orestes nach Mykene zurück und übernimmt das Königreich seines Vaters Agamemnon. - Benannt ist die Grabanlage nach dem mythischen König Atreus. Gemäß Mythologie war Atreus Vater von Agamemnon. Die Zurdnung des Grabs zu Atreus erfolgte aufgrund von Pausanias Reiseberichten. Historisch lässt sich die Zuordnung nicht belegen.
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