Montag, 15. Oktober 2018
Reise auf der Seidenstraße von Buchara nach Chiwa in Usbekistan
Mehr als 1000 km von Taschkent entfernt markiert die alte Oasenstadt Chiwa (auch Xiva, Khiva) den Wendepunkt unserer Usbekistan-Reise. Chiwa liegt westlich des Amudarja an einem nach Norden führenden Zweig der antiken Seidenstraße nahe der Grenze nach Turkmenistan.(1) Auf 480 km Distanz zwischen Buchara und Chiwa reisen wir mit dem Golden-Dragon-Bus aus chinesischer Produktion überwiegend durch die Kysylkum-Wüste(2). Die Fahrzeit von ca. 7 Stunden (Gesamtzeit 9:10 Std.) ist für 480 km Strecke nur möglich, weil ca. die Hälfte der Autobahn A380 vierspurig ausgebaut ist.(3) Der Rest der Strecke ist eine weitere Schlaglochpiste und erfordert gemächliche Geschwindigkeit. Nachfragen zu offenkundigen Defiziten werden in Spanien mit der Floskel 'mañana' beantwortet. In Usbekastian ist die Reaktion meistens ein Schulterzucken. Die formellere Antwortet lautet: "Im nächsten Jahr". Landschaftlich ist die Etappe eintönig. Für Abwechslung sorgen abenteuerliche Ortsdurchfahrten, spannende Pausen und hochinteressante Informationen über Alltagskultur, mit denen uns Reiseleiterin Viktoria während der Fahrt unterhält. Bei der Ankunft in Chiwa sind wir erneut überwältigt. Buchara vermittelt ein starkes Orient-Feeling. In Chiwa unternehmen wir eine Zeitreise in den mittelalterlichen Orient. Der vollständig von einer Stadtmauer umgebene historische Stadtkern Itchan-Kala ist aufgrund seines Gesamtbildes seit 1990 UNESCO-Welterbe.
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Sonntag, 14. Oktober 2018
Buchara-i-Scherif (Buchara die "Edle, "Heilige") an der Großen Seidenstraße - Part 2
Fortsetzung des Posts Buchara-i-Scherif (Buchara die "Edle, "Heilige") an der Großen Seidenstraße - Part 1
Während 2 Leidensgenossinen unserer Reisegruppe noch mit Magen-Darm-Beschwerden und Nebensymptomen kämpfen, haben sich meine Beschwerden in einer unruhigen Nacht immerhin soweit beruhigt, dass ich mit reduzierter Vitalität am gemeinsamen Besichtigungsprogramm teilnehmen kann. Am Vormittag besuchen wir Sehenswürdigkeiten ca. 10 km außerhalb des Stadtzentrums. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und gibt uns Gelegenheit zu einem Abschiedsrundgang im historischen Zentrum.
Während 2 Leidensgenossinen unserer Reisegruppe noch mit Magen-Darm-Beschwerden und Nebensymptomen kämpfen, haben sich meine Beschwerden in einer unruhigen Nacht immerhin soweit beruhigt, dass ich mit reduzierter Vitalität am gemeinsamen Besichtigungsprogramm teilnehmen kann. Am Vormittag besuchen wir Sehenswürdigkeiten ca. 10 km außerhalb des Stadtzentrums. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und gibt uns Gelegenheit zu einem Abschiedsrundgang im historischen Zentrum.
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Samstag, 13. Oktober 2018
Buchara-i-Scherif (Buchara die "Edle, "Heilige") an der Großen Seidenstraße - Part 1
Buchara ist eine alte Oasenstadt an der antiken Seidenstraße in Zentralasien, die auf einem heiligen Hügel vor vermutlich ca. 3000 Jahren gegründet wurde. Diesen Hügel besetzt seit Urzeiten die Zitadelle Ark. Legendärer Erbauer des Ark war Prinz Siyawasch, eine Figur des persischen Nationalepos Schāhnāme.(1)
Seit 1994 ist Bucharas historischer Stadtkern UNESCO-Welterbe. Maßgeblich für die Eintragung als Weltkulturerbe waren nicht einzelne der 140 gelisteten Architekturdenkmäler, sondern das Gesamtbild einer mittelalterlichen islamischen Stadt in Zentralasien, deren Struktur trotz aller Veränderungen seit der im frühen 16. Jahrhundert einsetzenden Scheibaniden-Dynastie weitgehend intakt geblieben ist.
Ein Aufenthalt im historischen Zentrum Bucharas beeindruckt europäische Besucher tief. Eindrücke von Buchara-i-Scherif (Buchara die "Edle", "Heilige") wirken auf Besucher nicht nur fremdartig, sondern auch räselhaft. Um Buchara und besichtigte Sehenswürdigkeiten zumindest ein wenig zu verstehen und kulturhistorisch einordnen zu können, hilft ein Blick auf die Geschichte einer Stadt, in der sich zahlreiche Kulturschichten überlagern. Deren Ursprünge verbirgt Nebel von Frühgeschichte.
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Freitag, 12. Oktober 2018
Reise auf der Großen Seidenstraße von Samarkand nach Buchara in Usbekistan
Von Samarkand reisen wir per Bus 280 km auf der internationalen Fernstraße M37 nach Buchara. Die Route verläuft auf einem Abschnitt der Hauptroute der antiken Seidenstraße. Diese darf man sich nicht als feste Verkehrs- und Handelswege vorstellen (wie z.B. Römerstraßen), sondern als eine Kette von Ortschaften, Oasen und Karawansereien, die Handelskarawanen auf dem Weg durch Trockengebiete, Wüsten und Berglandschaften als Stützpunkte nutzten. In der Gegenwart ist die Fernstraße M37 zwischen Samarkand und Buchara selbstverständlich eine befestigte Straße, die jedoch vom Komfort einer Autobahn oder eines Highways weit entfernt ist. Die M37 präsentiert sich als ruppige Schlagloch-Piste. Unser Golden Dragon Bus aus chinesischer Produktion ist relativ neu, aber kein Hightech-Produkt, das mit Luftfederung über Schlaglöcher gleiten könnte. Unebenheiten meldet unser Bus rurmpelnd an Insassen. Vor Schlaglöchern reduzieren unsere Fahrer die Geschwindigkeit. Ob das mit Rücksicht auf die Technik oder mit Rücksicht auf die Insassen geschieht, bleibt ungeklärt. Beschleunigungen nach Bremsmanövern quittiert der Motor röhrend und malend. Wir wollen uns nicht beklagen. Handelskarawanen legten unter weit schwierigeren Bedingungen 25-40 km am Tag zurück. Selbst für geübte Wanderer wäre das eine stramme Leistung. Für 280 km hätte eine Karawane ca. 10 Tage benötigt. Wir benötigen 4,5 Stunden Fahrzeit. Tatsächlich sind wir jedoch inklusive Reiseprogramm fast 8 Stunden unterwegs.
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Mittwoch, 10. Oktober 2018
Reise von Taschkent nach Samarkand an der Seidenstraße in Usbekistan
Nach dem Vormittags-Programm in Taschkent, Hauptstadt Usbekistans, reisen wir per Bus nach Samarkand, zweitgrößte Stadt des Landes mit ca. 500.000 Einwohnern. Auf der Fahrt passieren wir endlose Baumwollfelder, an denen die Ernte stattfindet und ein Halt verboten ist. Ernte-Arbeiter werden zwangsrekrutiert, was Touristen möglichst nicht mitbekommen und schon gar nicht dokumentieren sollen (Welt: Wo Lehrer und Ärzte zu Baumwoll-Sklaven werden). Für ca. 300 km auf usbekischer Autobahn benötigen wir 6,5 Stunden (inkl. 2 Stops), weil die mit Schlaglöchern übersäte Piste nur vorsichtige Fahrweisen erlaubt. Um 20:30 Uhr erreichen wir Samarkand mit seinen bedeutenden Bauwerken islamischer Kultur. Das Besichtigungsprogramm beginnt morgen. Im angenehmen Hotel Malika Prime nehmen wir heute das Abendessen ein. - Fotoserien: Busreise nach Samarkand, Hotel Malika Prime
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Montag, 8. Oktober 2018
Reise nach Taschkent, Hauptstadt Usbekistans in Zentralasien
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| Maschine der Uzbkistan Airlines am Flughafen Frankfurt |
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| Bus unserer Reisegruppe in Usbekistan |
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Montag, 24. September 2018
Entschleunigung im Lummerland, pardon, in West-Friesland, NL
Auf unserem Kurztrip nach West-Friesland besuchen wir die Bilderbuch-Dörfer Windesheim bei Zwolle und Hindeloopen am IJsselmeer, ehe wir unser Quartier aufsuchen, das 7de Hemel B&B in Hemelum. Das Dorf Hemelum kennt natürlich fast niemand. Wir kannten es vor dem Trip auch nicht, aber jetzt umso besser dank 7de Hemel B&B. So entspannt, unaufgeregt, gastfreundlich, komfortabel sind wir lange nicht abgestiegen. Die Küche im B&B und in besuchten Restaurants überrascht positiv. Vorurteile erweisen sich als überholt. Landschaft, Städte, Dörfer der Umgebung sind ohnehin eine Reise wert. Unser Naturprogramm beschränkt sich auf Wanderungen im Nationalpark De Alde Feanen und auf der Insel Texel. Nicht weniger interessant gerät das Kulturprogramm in den sehenswerten Ortschaften Harlingen und Franeker. Die 'Schnupperreise' mit 4 Übernachtungen erweist sich als viel zu kurz. Wir werden bald zurückkehren.
Fotoserien: Anreise - De 7de Hemel B&B - Nationalpark De Alde Feanen - Restaurant Galamadammen - Ausflug Insel Texel - Harlingen - Franeker - Eisinga Planetarium Franeker - Visrestaurant Vis en Meer in Woudsend
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Argonauten in Holland
Freitag, 31. August 2018
Sommerreise 29.06. - 01.09.2018 im Alpenraum
Seit mehr als 30 Jahren zieht es uns im Sommer in den Alpenraum und bevorzugt nach Südtirol. Unserer Sommerreise 2018 ist nach dem Muster der Vorjahre geplant: Sommerreise 2017, Sommerreise 2016.- Die Reise von Köln nach Südtirol unterbrechen wir auch in diesem Jahr im bayerischen Alpenlandvorland: 29.06.-30.06.2018 - Hotel Alpenhof in Murnau am Staffelsee
- Der Aufenthalt in Südtirol im Zeitraum 30.06.-01.09.2018 verteilt sich auf 3 bewährte Standorte:
- 30.06.-21.07.2018 - Villa Tilia in Seis am Schlern
- 21.07.-11.08.2018 - Marinushof in Kastellbell-Tschars, mittlerer Vinschgau
- 11.08.-01.09.2018 - Falatschhof in Glurns, oberer Vinschgau
Freitag, 10. August 2018
Neues am Marinushof und in seiner Umgebung
Das Südtiroler Alpental Vinschgau ist berühmt und berüchtigt für seine Obst-Monokulturen, zu denen auch Wein mit einem kleinen Anteil zählt. Im 1.441 km² großen Einzugsgebiet beträgt die landwirtschaftliche Nutzfläche jedoch nur 0,5 %, von denen lediglich 7,1 % dem Obst- und Weinanbau dienen, während ca. 50 % der Fläche aus Wald und natürlichem Grünland bestehen, Ödland und Felsen 31,1 % einnehmen und 5,9 % der Fläche von Gletschern bedeckt sind.(1) Der Vinschgau ist selbstverständlich kein statischer Kultur- und Naturraum, sondern im Gegenteil von hoher Dynamik geprägt, deren Entwicklung wir seit mehr als 30 Jahren beobachten. Der aktuelle Post trägt einige Beobachtungen des Jahres 2018 zusammen und bewertet sie subjektiv. - FotoserieDienstag, 10. Juli 2018
Kellerführung und Verkostung im Weingut Alois Lageder, Margreid
Nach dem überaus interessanten Besuch des Weingutes Elena Walch (Post vom 5. Juli 2018) sind wir gespannt auf das Weingut Alois Lageder, bei dem wir zu einer Kellerführung mit Verkostung angemeldet sind (Führungen, 12 € pP). Alois IV übernahm 1974 das 1823 gegründete Familienweingut in 5. Generation(1). Die Qualität des Südtiroler Weins befand sich damals auf ihrem Tiefpunkt. Der Markt wurde mit billigen Massenprodukten überschwemmt, vor allem Vernatsch für den Eigenbedarf, den außerhalb Südtirols niemand trinken wollte. Alois Lageder hat andere Vorstellungen vom Wein und orientiert sich am Weinbau in Burgund und im Bordeaux. - Fotoserie: Weingut Alois Lageder
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