Samstag, 20. April 2019

Frühjahrsreise 2019 - Weimar, Tangermünde, Darß, Darß-Marathon, Hildesheim (finale Version: 01.05.2019)

Route: Köln - Weimar - Tangermünde - Darß - Hildesheim - Köln Unsere tradionelle Frühjahrsreise zum Darß an der Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern nutzen wir auf der Anreise zu Aufenthalten in Weimar sowie in der uns bislang unbekannten Kaiser- und Hansestadt Tangermünde in der Altmark an der Mündung des Tangers in die Elbe.
In Weimar übernachten wir im angenehmen Hotel Kaiserin Augusta in fußläufiger Entfernung zur Altstadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, darunter das am 6. April 2019 eröffnete Bauhaus-Museum und das zeitgleich mit neuem Konzept wiederöffnete Neue Museum für zeitgenössische Kunst, die wir besuchen.
Wer touristische Hotspots mit Bespaßungs-Programmen meidet und stattdessen eigene Entdecker-Touren in historischen Landschaften und beschaulicher Natur bevorzugt, findet im Ort Tangermünde, in seiner Umgebung der Altmark und im westlichen Havelland Juwelen zum Verlieben. Unser Vergnügen steigert das attraktive Hotel Schloss Tangermünde in der weitgehend erhaltenen Burg Tangermünde.
Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst waren wir über 10 Jahre Gäste in Ahrenshoop. Wachsender touristischer Andrang ließ uns seit 2014 nach Born am Darß in eine hübsche Ferienwohnung bei netten Vermietern ausweichen. Zum 6. Mal nehmen wir am Walking-Halbmarathon im Rahmen des Darß-Marathons teil.
Die Rückreise vom Darß nach Köln führt uns über Hildesheim. In Hildesheim übernachten wir im Van der Valk Hotel und besichtigen die Altstadt mit den beiden Kirchen Dom St. Mariä Himmelfahrt und St. Michaelis, seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe.
In vergangen Jahren haben wir in zahlreichen Posts vom Darß berichtet(*), die wir nicht in immer wieder neu variieren wollen, weshalb wir in diesem Jahr keine Darß-Aktivitäten posten, sondern nur über neue Erfahrungen in nachfolgend aufgeführten Posts berichten.

Donnerstag, 18. April 2019

Hansestadt Havelberg, Kloster Jerichow, Seeadler und Störche im westlichen Havelland (Update 27.04.2019)

Wirtschaftsgebäude und Türme der Stiftskirche Kloster Jerichow Birdwatcher im Vogelschutzgebiet Naturpark Westhavelland am Gülper SeeAltstadt Havelberg mit Kirche St. Laurentius

Vom Standort Tangermünde in der Altmark(1) unternehmen wir bei sommerlichem Wetter einen Ausflug östlich der Elbe in das westliche Havelland, um die Stadt Havelberg und das Kloster Jerichow zu besichtigen. Bei eine Wanderung auf einem Naturlehrpfad entlang des Vogelschutzgebietes am Gülper See beobachten wir eine 'Flugshow' von 3 Seeadlern.(2) Unsere Weiterreise führt durch die historische Landschaft Prignitz, die als storchenreichste Region Deutschlands gilt. Tatsächlich entdecken wir neben zahlreichen leeren Nestern auch brütende Störche. - Fotoserien:  Havelberg - Jerichow - Gülper See und Prignitz

Mittwoch, 17. April 2019

Kaiser- und Hansestadt Tangermünde in der Altmark

Straße in Tangermünde mit St. Stephan Burg Tangermünde aus Richtung Elbufer Stadtansicht Tangermünde aus Richtung Elbufer

Unsere Reise zum Darß(1) unterbrechen wir für einen Aufenthalt in der Altmark, eine historische Kulturlandschaft westlich der mittleren Elbe zwischen der Magdeburger Börde im Süden und dem Wendland im Norden. Nicht weniger als sieben altmärkische Städte waren reiche, wehrhafte Handelsstädte, die zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert den Altmärkischen Städtebund bildeten und der Hanse angehörten: Stendal, Gardelegen, Salzwedel, Tangermünde, Osterburg, Seehausen, Werben. Wenn man die ostelbische Stadt Havelberg mitzählt, historisch ein Teil von Prignitz, waren es sogar 8 Hansestädte.(2) In Städten der Altmark ist die Zeit nicht stehengeblieben, aber der niedrigen Dynamik dieses vor allem landwirtschaftlich geprägten Siedlungsraums ist der Erhalt von mittelalterlicher Backsteingotik und vieler Feldsteinkirchen sowie eine relativ dichte Fachwerkbebauung zu verdanken. Wir kennen die Region noch nicht und wählen die Kleinstadt Tangermünde an der Mündung des Tangers in die Elbe als Standort unserer 2-tägigen Erkundung. - Fotoserie


Dienstag, 16. April 2019

Reise nach Weimar in Thüringen

Hotel Kaiserin Augusta, Weimar Café Frauentor, Weimar Rathaus Weimar

Weimar haben wir vor einigen Jahren intensiv besucht. Die beste aller Ehefrauen regte zu dieser Exkursion an, um eine Studienreise mit einem Oberstufen-Leistungkurs Deutsch an diesen geschichtsträchtigen Ort der deutschen Klassik vorzubereiten. Die Kursreise kam nicht zustande, weil keine geeignete Unterkunft für das relevante Zeitfenster zu finden war. Aufenthalt und Besichtigungen in der attraktiven Stadt verbuchen wir trotzdem positiv. Traurig stimmt dagegen im Kontext Weimar überlieferte Vergangenheit politischen Unrechts jüngerer Geschichte. Unrecht der Vergangenheit kann man nicht besichtigen. Eindrücke nationalsozialistischen Missbrauchs von Macht und Gewalt vermittelt die Gedenkstätte KZ Buchenwald in der Weimarer Peripherie (Fotoserie eines Besuchs vom 14.05.2017).
Im Rahmen eines Ausfluges des Stammtisches ehemaliger Lehrer der Europaschule Köln konnte die beste aller Ehefrauen Weimar-Erinnerungen auffrischen und dank einer exzellenten Stadtführung vertiefen. Der Neubau des Bauhaus-Museums stand zu diesem Zeitpunkt kurz vor seiner Eröffnung, die am 6. April 2019 stattfand. Positive Weimar-Erfahrungen und das jüngst eröffnete Bauhaus-Museum motivieren im Rahmen unser Frühjahrsreise 2019 zu einem erneuten Besuch von Weimar. - Fotoserie Weimar
Museumsbesuche in Weimar beschreiben separate Posts: Bauhaus-Museum, Neues Museum Weimar (coming soon)

Freitag, 1. März 2019

Fröhlich Pfalz, Gott erhalt's! - Geburtstags-Kurzreise zur Weinpfalz

Geburtstags-Dinner im Restaurant Intense Weinkastell in Kallstadt Wanderer an der Kalmit-Hütte

1990 haben wir unseren 40. Geburtstag im Freundeskreis in der Pfalz im Kallstadter Weinkastell gefeiert (Post: Geburtstagsfeier 1990 - When We Were Young). 29 Jahre später kehren wir anlässlich unserer Geburtstage an diesen Ort zurück. Im Zeitraum von 29 Jahren haben sich nicht nur in Kallstadt Veränderungen eingestellt. Der Freundeskreis ist schon lange auseinandergebrochen. Mindestens 3 der damaligen Teilnehmer sind verstorben. 7 Teilnehmer haben wir aus den Augen verloren. Mit einigen Teilnehmern teilen wir immerhin noch sporadische Kontakte. Als intensive Freundschaft hat lediglich eine seit mehr als 50 Jahren bestehende Freundschaft die Zeit überdauert. Diesmal reisen wir ohne Begleitung nach Kallstadt und genießen wie vor 29 Jahren Highlights einer Pfälzer Auslese bei frühlingshaftem Wetter:

Donnerstag, 28. Februar 2019

Geburtstag 1990 - When We Were Young

Rathaus Deidesheim Weinkastell Zum Weißen Ross, Kallstadt Gruppenfoto

Nach Jahrzehnten der Bescheidenheit und Askese begannen wir in den 1980er-Jahren, Versäumtes nachzuholen. Wir entwickelten unsere bis zur Gegenwart anhaltende Reisebegeisterung, freundeten uns mit zuvor tabuisierter Genusskultur an und trafen nahezu ahnunglos auf Küchen- und Weinkulturen, die uns maßlos überforderten, aber auch unendlich faszinierten und noch immer faszinieren. Verzweigte Kulturpfade führen in Deutschland nahezu zwangsläufig durch die Weinpfalz, die wir 1984 für uns entdeckten und zu der wir noch immer regelmäßig zurückkehren, zuletzt noch im Februar 2019. (Post: coming soon)
Anlässlich unseres 40. Geburtstages wollten wir unsere Begeisterung für die Pfalz mit Freunden teilen.(1) Kallstadt und das Weinkastell an der Pfälzer Weinstraße betrachteten wir als den richtigen Ort für eine Geburtstagsfeier im engeren Freundeskreis. Jutte Kohnke, damals Chefin des Weinkastells, beriet und unterstützte Planung und Organisation des Geburtstags-Programms.(2)

Sonntag, 3. Februar 2019

Exkursionen auf der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet - Überblick (letztes Update: 03.02.2019)


Das ehemals von Bergbau und Schwerindustrie geprägte Ruhrgebiet befindet sich in einem tiefgreifenden strukturellen Umbruch. Der Strukturwandel transformiert Industriekultur zu Industriedenkmalen und motiviert das Entstehen einer Archäologie inustriekultereller Räume, die sich nicht allein auf wissenschaftliche Felder beschränkt, sondern 'Kultur' in vielschichtigen Dimensionen individuell erfahrbar macht und Erinnerungen der im Ruhrgebiet erlebten eigenen Kinder- und Jugendzeit wieder lebendig werden lässt.

Freitag, 19. Oktober 2018

Reise an die antike Seidenstraße in Usbekistan im Überblick, 8.-18. Oktober 2018 (Finale Version 21.12.2018)

Abendstimmung an der Mohammed Rahim Khan Medrese, Chiwa Registan Samarkand, Medresen Ulugʻbek, Tilya-Kori, Sher-Dor Gewürze auf dem Kollektivmarkt Buchara

Es kommt nicht häufig vor, aber mitunter erfüllen sich im Leben Träume. Als Jugendlicher war ich derart beeindruckt von der orientalischen Architektur an der antiken Seidenstraße, dass Oasenstädte wie Buchara und Samarkand als Traumziele im Gedächtnis präsent blieben. Im Oktober 2018 wird der Traum zur Realität. Mit unsicheren Erwartungen schließen wir uns der Gruppen-Studienreise Usbekistan Höhepunkte an, für die wir uns nach einem Vergleich von Angeboten mehrerer Veranstalter entschieden haben. Die Reise wird zweifellos spannend. In der Realität sind wir überwältigt von intensiven Erlebnissen einer großartigen Kulturreise zu einem der ältesten Zentren menschlicher Hochkultur. Wer orientalische Romantik erwartet, ist jedoch am falschen Ort. Zentralasien ist eine Region traditionell brutal harter politischer, sozialer, kultureller Kontraste. Wahrnehmungen von Besuchern modellieren komplexe Prozesse mit zahlreichen Variablen, sodass nicht überrascht, wenn diese Kontraste individuell unterschiedlich gesehen und verstanden werden und verdichte Reiseerlebnisse subjektiv geprägt sind.(1) 
Stationen unserer Reise beschreiben Berichte (Posts) und Fotoserien auf die nachfolgende Aufstellung verweist: (-> "Weiterlesen")

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Rückreise von Chiwa über Taschkent nach Deutschland

Marktstände im Kuppelbau des Chorsu-Basars, Taschkent Abschied von Usbekistan Amir Timur Denkmal vor dem Amir Timur Museum in Taschkent

Mehr als 1000 km haben wir mit dem Reisebus in 3 Etappen von Taschkent über Samarkand und Buchara entlang der antiken Seidenstraße bis Chiwa (auch Xiva, Khiva) zurückgelegt. Unser Golden-Dragon-Bus aus chinesischer Produktion hat sich als ein zuverlässiges Arbeitspferd erwiesen, was Verbesserungsideen nicht ausschließt. Da der Rückflug nach Deutschland von Taschkent abgeht, müssen wir noch einmal mehr als 1000 km von Chiwa zurück nach Taschkent reisen. Mit dem Bus fahren wir nur ca. 30 km bis Urganch, um von dort den Flieger nach Taschkent zu nehmen, wo wir den Tag bis zum stimmungsvollen Abschieds-Dinner verbummeln. Die Nacht wird kurz, weil der Rückflug nach Frankfurt um 05:45 Uhr startet.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Weltkulturerbe Chiwa an der Seidenstraße in Choresmien, Usbekistan

Souvenirverkauf in Chiwa Westtor Ota Darvoza der inneren Stadt Itchan Kala, Chiwa Reisegruppe in der Juma Moschee, Chiwa

Nach spannender Anreise am Vortag (Post vom 15.10.2018) durch die Kysylkum-Wüste nach Chiewa (Khiva, Xiva) unternehmen wir heute in Chiewa eine Zeitreise durch die aus der Zeit gefallene innere Stadt Itchan Kala. Unter der sichtbaren Oberfläche der inneren Stadt verbirgt sich eine in menschlicher Siedlungs- und Kulturgeschichte weit zurückreichende Frühgeschichte, deren Ursprünge im Dunkel liegen. Lücken zwischen Frühgeschichte und Gegenwart füllen Narrative über Historie, die dieser Post ergänzt.(1)